1&1 übertrifft Netzausbau-Ziele – doch der Marktanteil bleibt winzig
Tatjana Reinhardt1&1 CEO Dommermuth Rules Out Sale to Telefónica - 1&1 übertrifft Netzausbau-Ziele – doch der Marktanteil bleibt winzig
1&1 macht stetige Fortschritte beim Ausbau seines Mobilfunknetzes und hat bis Ende 2025 27 Prozent der deutschen Haushalte erreicht – ein Wert, der das von der Bundesnetzagentur gesetzte Ziel von 25 Prozent übertrifft. Dennoch hält das Unternehmen weiterhin nur einen geringen Marktanteil. Firmengründer Ralph Dommermuth bleibt trotz anhaltender Herausforderungen dem Projekt verbunden.
2020 stieg 1&1 als vierter Mobilfunkanbieter in den deutschen Markt ein, zunächst als MVNO-Partner von Deutsche Telekom. 2023 ging das Unternehmen mit einem eigenen 5G-Netz an den Start, kämpft jedoch weiterhin gegen die etablierten Konkurrenten. 2025 liegt der Marktanteil bei lediglich 2 bis 3 Prozent – weit hinter Deutsche Telekom (35–40 %), Vodafone (30–35 %) und Telefónica O2 (25–30 %).
Dommermuth wies wiederholt Verkaufsgerüchte zurück und setzt stattdessen auf langfristiges Wachstum. Bis Ende 2026 soll die Abdeckung auf 35 Prozent der Haushalte steigen. Zudem sieht er in 1&1s Markteintritt einen Preisdruck auf die Konkurrenz, von dem Verbraucher profitieren.
Regulatorische Hürden, darunter ein Rechtsstreit mit der Bundesnetzagentur über die Verlängerung von Niederfrequenz-Bändern, erschweren die Expansion. Dommermuth zeigt sich jedoch offen für Kooperationen, etwa beim gemeinsamen Ausbau von Mobilfunkmasten in ländlichen Gebieten, um den Netzausbau zu beschleunigen.
Mit einer Abdeckung von über einem Viertel aller Haushalte hat 1&1 die offiziellen Vorgaben übertroffen. Dennoch bleibt der Wettbewerb hart, und regulatorische Herausforderungen bestehen. Dommermuth betont, das Projekt bleibe unabhängig und werde weiter auf Wachstum setzen.






