20 Jahre Vierer-Netzwerk: Wie eine Partnerschaft Europa zusammenhält
Reinhild Hänel20 Jahre Vierer-Netzwerk: Wie eine Partnerschaft Europa zusammenhält
Das Vierer-Netzwerk wurde am 21. Mai 2003 in Mainz gegründet. Initiiert wurde es von Rheinland-Pfalz, Burgund, der Woiwodschaft Oppeln und Mittelböhmen, um Europa während der EU-Erweiterung zu stärken. Ziel der Partnerschaft war es, das „alte Europa“ durch konkrete Projekte mit seinen östlichen Nachbarn zu verbinden.
Das Netzwerk sollte die Zusammenarbeit auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen fördern. Zu seinen Aktivitäten zählen unter anderem Initiativen zur Erinnerungskultur, etwa die Begegnung von Überlebenden aus Lidice mit Schulklassen. Angesichts des Erstarkens nationaler Bewegungen in Teilen der EU hat sich zudem die demokratische Bildung zu einem zentralen Schwerpunkt entwickelt.
Ein besonderer Erfolg ist das Deutsch-Französische Schülerparlament. Lokale Akteure, darunter die Regionalbüros in Mainz und Dijon, haben maßgeblich zu dessen Erfolg beigetragen. 2018 richtete Rheinland-Pfalz den Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz/4-Netzwerk ein, um die Koordination zu verbessern. Zum 20-jährigen Jubiläum 2023 fanden in Dijon und Besançon Feierlichkeiten statt, an denen hochrangige Politiker wie Astrid Schmitt teilnahmen.
Die Partnerschaft setzt sich weiterhin für grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Bildung und Erinnerung ein. Mit lokalen und regionalen Projekten trägt sie dazu bei, die Spaltungen in Europa zu überwinden. Die Jubiläumsveranstaltungen unterstrichen ihre anhaltende Rolle als Brückenbauer für die Einheit des Kontinents.






