24 May 2026, 04:32

AfD-Pläne in Sachsen-Anhalt lösen Alarm bei Bildungsexperten und Polizei aus

Sachsen-Anhalt vor der Wahl: Warnungen vor AfD-Regierungsbeteiligung und ihren Folgen für Bildung, Gleichheit und Polizei

AfD-Pläne in Sachsen-Anhalt lösen Alarm bei Bildungsexperten und Polizei aus

Wachsende Warnungen vor Regierungsbeteiligung der rechtsextremen AfD in Sachsen-Anhalt

Zunehmend mehren sich die Warnungen vor einem möglichen Einzug der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) in die Regierung von Sachsen-Anhalt. Mehrere Institutionen und Verantwortungsträger äußern Besorgnis über die von der Partei geplanten Reformen, die tiefgreifende Veränderungen in Bildung, Polizeiwesen und Gleichstellungspolitik vorsehen.

Die AfD in Sachsen-Anhalt will die Schulpflicht abschaffen und stattdessen den Fokus auf „Heimatkunde“ in den Lehrplänen stärken. Zudem plant sie die Abschaffung inklusiver Klassenmodelle – ein Vorhaben, das bei Pädagogen auf scharfe Kritik stößt. Malte Gerken von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warnte, viele Lehrkräfte würden das Bundesland verlassen, sollten diese Pläne umgesetzt werden. Eva Gerth, Landesvorsitzende der GEW, ergänzte, dass unter einer AfD-geführten Regierung auch Forscher und junge Menschen die Region meiden könnten.

Die Partei beabsichtigt zudem, die Landeszentrale für politische Bildung abzuschaffen und durch ein „Landesinstitut für politische Bildung und kulturelle Identität“ zu ersetzen. Maik Reichel, der aktuelle Leiter der Behörde, befürchtet, dass deren Arbeit unter der AfD stark ideologisch geprägt würde – „durch eine massiv eingeengte Bildungs- und Kulturpolitik“. Er zeigte sich besorgt über den möglichen gesellschaftlichen Wandel, den eine solche Ausrichtung mit sich bringen würde.

Darüber hinaus will die AfD das Amt der Landesgleichstellungsbeauftragten, Sarah Schulze, streichen und durch eine „Familienbeauftragte“ ersetzen, die sich vorrangig mit der Steigerung der Geburtenrate befassen soll. Schulze selbst hat vor den Risiken einer AfD-Regierung gewarnt. Unterdessen betonte Nancy Emmel, stellvertretende Vorsitzende der Polizeigewerkschaft des Landes, dass die Polizei allein dem Gesetz verpflichtet sei – „nicht einer Partei oder Regierung“.

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Die geplanten Reformen der AfD stoßen bei Gewerkschaften, Bildungsvertretern und Gleichstellungsaktivisten auf massiven Widerstand. Sollten sie umgesetzt werden, würden sie Bildung, zivilgesellschaftliche Einrichtungen und Gleichstellungspolitik in Sachsen-Anhalt grundlegend verändern. Beobachter und Verantwortliche verfolgen die Entwicklungen mit Sorge, während der Einfluss der Partei weiter wächst.

Quelle