30 April 2026, 04:28

Aiwanger wirbt für CSU-Kooperation – doch die Union blockt ab

Eine Karte von Deutschland aus dem 19. Jahrhundert, die die politischen Grenzen zeigt, auf altem Papier gedruckt mit Text oben und unten.

Aiwanger wirbt für CSU-Kooperation – doch die Union blockt ab

Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freien Wähler, hat eine engere Zusammenarbeit mit der bayerischen CSU gefordert. Sein Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem seine Partei ihren Einfluss über die regionalen Hochburgen hinaus ausbauen will. Gleichzeitig wirbt der ehemalige CSU-Funktionär Peter Gauweiler für ein formelles Bündnis zwischen den beiden Gruppen.

Aiwanger betonte, dass seine Partei zunächst ihre eigene Position stärken müsse. Sein Ziel ist es, dass die Freien Wähler in jedem Bundesland die Fünf-Prozent-Hürde überwinden. Gleichzeitig sieht er Potenzial in einer vertieften Kooperation mit der Union (CDU/CSU), insbesondere in Bayern, wo beide bereits zusammenarbeiten.

Bisher habe die Union die Annäherungsversuche der Freien Wähler jedoch ignoriert, so Aiwanger. Er schlage vor, das bestehende bayerische Modell auszubauen, statt vorschnell eine vollständige Fusion anzustreben. Jede Form der Zusammenarbeit erfordere detaillierte Verhandlungen, räumte er ein.

Gauweiler bewertete die Idee anders: Ein Bündnis könnte seiner Meinung nach der "zunehmenden Linksverschiebung in der Politik" entgegenwirken. Er argumentierte, ein solcher Schritt würde Protestwähler von Randparteien abziehen. Aiwanger hingegen konzentrierte sich darauf, liberalkonservativen Wählern eine konstruktive Alternative zu bieten.

Der Vorstoß der Freien Wähler für eine stärkere Anbindung an die CSU unterstreicht ihren Anspruch auf bundesweite Relevanz. Aiwangers Strategie balanciert zwischen Eigenständigkeit und selektiver Kooperation. Die Reaktion der Union bleibt vorerst verhalten – die Zukunft eines möglichen Bündnisses damit ungewiss.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle