25 June 2026, 14:24

Baugewerbe 2024: Erste Erholungszeichen trotz Materialkosten und ungleichmäßiger Entwicklung

Umstellung noch ausstehend

Baugewerbe 2024: Erste Erholungszeichen trotz Materialkosten und ungleichmäßiger Entwicklung

Baugewerbe zeigt gemischte Entwicklung zu Beginn des Jahres 2024

Die Baubranche präsentiert sich im frühen Jahr 2024 mit uneinheitlichen Ergebnissen. Die Gesamteinnahmen der ersten vier Monate blieben im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert, doch einzelne Segmente zeigen erste Anzeichen der Erholung. Besonders im April verzeichneten sowohl der gewerbliche als auch der Wohnungsbau spürbare Zuwächse.

Von Januar bis April blieb der kumulierte Umsatz im Baugewerbe auf dem Niveau des Vorjahres. Die Auftragseingänge stiegen branchenweit um 1,8 % im Jahresvergleich – ein bescheidenes, aber deutliches Signal für eine nachlassende Nachfrageschwäche. Besonders der Tiefbau trug als Wachstumstreiber in allen drei Hauptsegmenten dazu bei, schwächere Bereiche auszugleichen.

Im April legte der gewerbliche Hochbau mit einem Umsatzplus von 6,8 % zu, während die Auftragseingänge um 2,6 % stiegen. Auch der Wohnungsbau zeigte eine Besserung und verzeichnete nach langer Talfahrt erstmals wieder ein Wachstum: Die Umsätze kletterten um 7,1 %, die neuen Aufträge sogar um 8,9 %.

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Der öffentliche Bausektor leistete ebenfalls einen Beitrag. Die Aprilerlöse stiegen um 5,3 %, wobei staatliche Stellen 2,2 % mehr Verträge vergaben als noch im März. Dennoch liegt der Wohnungsbauumsatz seit Jahresbeginn weiterhin 4,6 % unter dem Niveau von 2023 – trotz der jüngsten Fortschritte.

Steigende Materialkosten belasten die Branche weiterhin. Die Preise für Bitumen, Holz, Metalle, mineralische Baustoffe und Transportbeton sind deutlich angestiegen.

Zusammenfassend bleibt der Gesamtumsatz der Baubranche stabil, doch das Wachstum verläuft ungleichmäßig. Während der gewerbliche und der Wohnungsbau im April zulegten, stützte der Tiefbau die breitere Erholung. Die hohen Materialkosten bremsen jedoch weiterhin die Auftragsentwicklung und könnten die künftige Performance beeinträchtigen.

Quelle