22 May 2026, 20:41

Bavaria Film spaltet sich auf: Produktions- und Immobilienbereiche werden eigenständig

Bavaria Film wird aufgeteilt und sucht Investoren

Bavaria Film spaltet sich auf: Produktions- und Immobilienbereiche werden eigenständig

Bavaria Film, die Produktionsfirma hinter Klassikern wie Das Boot und Die unendliche Geschichte, spaltet sich in zwei eigenständige Bereiche auf. Die Entscheidung folgt auf zwei Jahre Verhandlungen und wurde nun von den Aktionären und dem Aufsichtsrat gebilligt.

Ziel der Umstrukturierung ist es, die Produktionsaktivitäten präziser auszurichten und gleichzeitig die umfangreichen Immobilienbestände eigenständig zu verwalten. Das Unternehmen wird künftig in eine Produktionssparte und eine Immobilienabteilung aufgeteilt. Während die Produktionsseite alle Film- und Fernsehprojekte verantwortet, übernimmt die andere die Verwaltung des 28 Hektar großen Geländes in Geiselgasteig sowie den täglichen Studiobetrieb. Julia Reuter, eine der beiden Geschäftsführerinnen, wird nach der Trennung die Leitung der Produktionsgesellschaft übernehmen.

Zu den Anteilseignern von Bavaria Film zählen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten WDR, SWR, MDR und BR sowie der Freistaat Bayern über seine Förderbank LfA. Im Jahr 2025 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 308 Millionen Euro und einen Gewinn von 8 Millionen Euro.

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Der Standort Geiselgasteig bleibt zwar ein Medienzentrum, doch die Immobilienabteilung wird nach neuen Investoren suchen. Bereits jetzt wurde ein Makler beauftragt, um die Vermarktung der Bestände voranzutreiben; die offiziellen Aktivitäten starten in diesem Sommer. Mit dem Schritt soll die Produktionssparte effizienter und zielstrebiger arbeiten.

Die Aufspaltung markiert einen tiefgreifenden Wandel für eines der ältesten Filmstudios Deutschlands. Während die Produktionsabteilung künftig eigenständig agiert, lotet die Immobiliensparte neue Investitionsmöglichkeiten aus. Die Neuordnung ist das Ergebnis jahrelanger Planung und soll die Zukunft des Unternehmens in einem sich wandelnden Medienumfeld sichern.

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