Bergische Region stärkt Seniorenpolitik durch gemeinsame Initiativen und Netzwerke
Reinhild HänelBergische Region stärkt Seniorenpolitik durch gemeinsame Initiativen und Netzwerke
Führende Vertreter aus Politik und Verwaltung der Bergischen Region trafen sich kürzlich, um sich über Herausforderungen und Lösungsansätze für ältere Bürgerinnen und Bürger auszutauschen. Delegationen aus Radevormwald, Mettmann, Haan, Remscheid und Solingen stellten aktuelle Fortschritte lokaler Initiativen vor. Ein zentrales Thema war die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Behörden und Senioren durch Seniorenbeiräte.
Bei dem Treffen wurden gemeinsame Problemfelder der Kommunen deutlich. Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, zuverlässige Zahlungsmöglichkeiten sowie die Unterstützung eines selbstbestimmten Lebens standen im Mittelpunkt der Diskussionen. Die Teilnehmer betonten zudem die Notwendigkeit besserer Netzwerke, um ältere Menschen aktiv und eingebunden zu halten.
Radevormwald führt derzeit eine groß angelegte Befragung mit rund 3.000 Senioren durch, um deren Bedürfnisse besser zu verstehen. Die Bergische Runde bestätigte unterdessen ihre Rolle als Koordinationsstelle für Seniorenpolitik. Die Gruppe kündigte den nächsten Bergischen Seniorentag an, der im April 2028 in Wuppertal stattfinden und sich auf Prävention konzentrieren wird.
In Baden-Württemberg hat der Landesseniorenrat BW unterdessen das Projekt "Stark im Land – Generationen verbinden" ins Leben gerufen, das die Vernetzung der Generationen fördert. Dazu gehören generationenübergreifende Veranstaltungen, der Generationenpreis (Bewerbungen sind bis zum 30. Juni 2026 möglich) sowie eine Wissensplattform zum Austausch bewährter Praktiken. Das Programm umfasst zudem Kooperationen mit Pflegeheimen, Schulungen für Seniorenmultiplikatoren und digitale Angebote. An vier Pilotstandorten finden Kurse statt, deren Nachhaltigkeit evaluiert werden soll.
Die Bergische Runde wird am 21. Mai 2026 erneut zusammentreten, um ihre Arbeit fortzusetzen. Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung von Zusammenarbeit bei der Bewältigung der Bedürfnisse älterer Menschen. Umfragen, Schulungsprogramme und regionale Veranstaltungen zielen darauf ab, die Unterstützungsstrukturen zu verbessern. Künftige Treffen sollen diese Ansätze vertiefen, um langfristige Lösungen für die alternde Bevölkerung der Region zu entwickeln.






