Berliner Staatsoper 2026/27: Sechs Premieren und eine Asientournee unter Thielemanns Leitung
Tatjana ReinhardtWas die Staatsoper für die nächste Saison geplant hat - Berliner Staatsoper 2026/27: Sechs Premieren und eine Asientournee unter Thielemanns Leitung
Die Berliner Staatsoper Unter den Linden präsentiert Spielplan für die Saison 2026/27
Die Berliner Staatsoper Unter den Linden hat ihre Pläne für die Spielzeit 2026/27 vorgestellt. Sechs Neuproduktionen feiern Premiere, darunter selten aufgeführte Werke und eine große Jubiläumsfeier. Gleichzeitig markiert die Saison das dritte Amtsjahr von Christian Thielemann als Generalmusikdirektor.
Das Ensemble geht auf Asientournee mit Stationen in Shanghai, Japan und Taiwan. Unterdessen haben Diskussionen über die kulturelle Bedeutung der Oper an Fahrt aufgenommen – ausgelöst durch jüngste Äußerungen des Schauspielers Timothée Chalamet.
Den Auftakt bildet im November 2026 die Rückkehr der Barocktage mit Francesco Cavallis La Calisto. Ein weiterer Höhepunkt ist Engelbert Humperdincks selten gespieltes Werk Königskinder, das im Mai 2027 uraufgeführt wird. Thielemann hat diese Produktion persönlich angeregt und ihre Bedeutung betont.
Zu den weiteren Glanzpunkten zählen Giacomo Puccinis Manon Lescaut und Gaspare Spontinis La Vestale. Beim Festival 2027 wird zudem Ludwig van Beethovens 200. Todestag mit einer Aufführung seiner Neunten Sinfonie gewürdigt.
Nach den öffentlichen Aussagen Chalamets über die Oper, die eine breite Debatte auslösten, lud Thielemann den Schauspieler zu einer Vorstellung von Tristan ein. Intendantin Elisabeth Sobotka hob später hervor, dass Oper das Publikum tief berühren und in ihren Bann ziehen könne.
Die Staatsoper gastiert im Ausland – beginnend mit einer Vorstellung in Shanghai, gefolgt von einer Tournee durch Japan und Taiwan. Die genaue Anzahl der Auftritte steht jedoch noch nicht fest.
Die Spielzeit 2026/27 vereint Neuinszenierungen, seltene Wiederentdeckungen und internationale Gastspiele. Unter Thielemanns künstlerischer Leitung prägt die Staatsoper weiterhin die Opernlandschaft, während das Beethoven-Jubiläum dem Programm historische Tiefe verleiht. Die Asientournee stärkt zudem die globale Präsenz des Hauses.