06 May 2026, 16:25

Braunschweig plant Millionenprojekt: Aus Großem Hof wird lebendiges Kreativquartier

Ein detaillierter Stadtplan, der einen zentralen grünen Bereich markiert, der für die geplante Entwicklung vorgesehen ist, mit umliegenden Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten.

Braunschweig plant Millionenprojekt: Aus Großem Hof wird lebendiges Kreativquartier

Großes Entwicklungsprojekt soll Braunschweigs Großer Hof vom vernachlässigten Viertel zum lebendigen Kreativ- und Wohnquartier verwandeln

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Der Braunschweiger Stadtrat stimmt am kommenden Dienstag darüber ab, das Gebiet Großer Hof als städtebauliches Sanierungsgebiet auszuweisen – ein entscheidender Schritt, um das langjährig vernachlässigte Viertel mit Leerständen wie stillgelegten Schulen und übermäßig vielen Parkplätzen neu zu beleben. Der Großer Hof, am Rand der Braunschweiger Innenstadt gelegen, hat sich seit dem Wiederaufbau nach dem Krieg kaum verändert. Veraltete Bausubstanz und fehlende Investitionen prägten das Bild: Hier dominieren geparkte Autos eher als urbanes Leben. Die Schließung zweier Schulen unterstrich zusätzlich den Handlungsbedarf.

Das 60 Millionen Euro schwere Vorhaben sieht vor, aus dem Viertel ein autoreduziertes Kreativquartier zu machen – mit neuem Wohnraum, einem Quartiersgarage sowie Flächen für die Städtische Galerie, Ateliers für Künstler:innen und kreative Unternehmen. Ergänzt wird das Konzept durch soziale Infrastruktur wie eine Kita und ein Familien- und Nachbarschaftszentrum. Auch die wenigen Grünflächen in dem dicht bebauten Gebiet sollen nachhaltig aufgewertet werden.

Die Planung basiert teilweise auf einem Entwurf des Hamburger Architekturbüros, das 2024 einen entsprechenden Wettbewerb gewann. Die Stadt Braunschweig steuert 7,9 Millionen Euro bei und beantragt weitere Fördermittel über das Bundes- und Landesprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Den Großteil der verbleibenden Kosten sollen städtebauliche Fördergelder decken.

Bei einer Zustimmung wird der Großer Hof zu einem modernen, gemischt genutzten Stadtteil umgestaltet – mit weniger Parkflächen, aber mehr Wohnraum, Kultur und sozialen Angeboten. Die Umsetzung der Bauvorhaben und Aufwertungen hängt von den noch ausstehenden Finanzierungs- und Planungsvereinbarungen der Stadt ab.

Quelle