Bundespolizei droht 2024 der Ausfall aller Körperkameras durch gescheiterte Beschaffung
Eileen SontagBundespolizei droht 2024 der Ausfall aller Körperkameras durch gescheiterte Beschaffung
Bundespolizei könnte 2024 ohne funktionierende Körperkameras dastehen
Die Beschaffung neuer Geräte ist gescheitert – damit droht Beamten der Verlust eines unverzichtbaren Arbeitsmittels. Die Kameras spielen eine zentrale Rolle bei der Beweissicherung in aggressiven Einsatzlagen und bei Straftaten.
Ein Ausschreibungsverfahren für 2.500 neue Körperkameras, mit Option auf weitere 1.500 Geräte, war mit einem Budget von fünf Millionen Euro gestartet worden. Doch zusätzliche Anforderungen wie austauschbare Akkus machten das Angebot für Lieferanten unattraktiv, sodass die Vergabe platzte. Zudem plant der aktuelle Hersteller, die Unterstützung für die bestehenden Modelle bald einzustellen.
Nun hoffen die Behörden auf eine Verlängerung des Service durch den Lieferanten – was jedoch Millionen kosten würde. Einige Kameramodelle sind nahtlos mit den Tasern der Bundespolizei kompatibel, was ihre Bedeutung weiter unterstreicht. Die Geräte haben zudem dazu beigetragen, Konflikte zu entschärfen, etwa an stark frequentierten Bahnhöfen.
Andreas Roßkopf, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), fordert das Bundesinnenministerium zum schnellen Handeln auf. Ohne Lösung könnten Beamte 2024 ohne funktionsfähige Ausrüstung dastehen.
Das gescheiterte Vergabeverfahren bringt die Polizei in eine prekäre Lage. Die Körperkameras sind für Beamte in riskanten Einsätzen essenziell – sowohl zur Beweissicherung als auch zum eigenen Schutz. Ohne neuen Vertrag oder verlängerte Wartung droht im kommenden Jahr ein erheblicher Ausfall der Einsatzfähigkeit.
