CDU-Chef Heuer weist AfD-Nähe zurück – und warnt vor falschen Schlüssen
Oscar KabusCDU-Chef Heuer weist AfD-Nähe zurück – und warnt vor falschen Schlüssen
Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag von Sachsen-Anhalt, hat jede unangemessene Nähe zu Ulrich Siegmund, dem Spitzenkandidaten der AfD, zurückgewiesen. Er wies jüngste Vorwürfe einer Absprache zurück und kritisierte die öffentliche Aufmerksamkeit, die dem Thema zuteilwird.
Heuer räumte ein, dass ein Foto und ein Video von einer Wahlveranstaltung einen falschen Eindruck ihres Umgangs miteinander erweckt hätten. Zwar gebe es Raum für Fehlinterpretationen, doch lasse er sich nicht auf die Erzählung einer besonderen Verbundenheit mit Siegmund festlegen.
Die AfD bezeichnete er als ein „Dilemma“ – eine rechtsextreme Partei, die dennoch demokratisch gewählt sei. Trotz dieser Einordnung betonte er, die CDU müsse sich inhaltlich mit ihr auseinandersetzen, solange dies im Rahmen der parlamentarischen Regeln geschehe. Entscheidend sei nicht die Herkunft der Mehrheit, sondern die Qualität der getroffenen Beschlüsse.
Der CDU-Politiker rief alle Fraktionen, einschließlich der AfD, dazu auf, die Positionen seiner Partei im Landtag zu unterstützen. Gleichzeitig äußerte er Unmut darüber, dass die Debatte um die Vorwürfe drängendere Themen wie Bürokratieabbau und Fachkräftemangel in den Hintergrund gedrängt habe.
Heuer betonte, die CDU werde die AfD weiterhin inhaltlich bekämpfen. Die Partei werde sich nicht von Diskussionen über mögliche Bündnisse von ihren gesetzgeberischen Prioritäten ablenken lassen. Im Mittelpunkt stehe die sachliche Regierungsarbeit – nicht politische Narrative.






