30 May 2026, 20:26

CDU-Politiker fordert höhere Pflegekostenbeteiligung für erwachsene Kinder

CDU will Kinder stärker in Kosten der Pflege ihrer Eltern einbeziehen

CDU-Politiker fordert höhere Pflegekostenbeteiligung für erwachsene Kinder

Albert Stegemann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat vorgeschlagen, dass erwachsene Kinder stärker an den Pflegekosten ihrer Eltern beteiligt werden sollten. Ohne Reformen warnt er vor einem deutlichen Anstieg der Beitragssätze bis 2030 – auf bis zu 4,6 Prozent für die meisten Versicherten und noch höher für Kinderlose.

Stegemann kritisierte die aktuellen Regelungen, die es Familien ermöglichen, Vermögen noch vor dem Pflegefall an die Kinder zu übertragen. Dies bezeichnete er als ein „Erbschutzmodell auf Kosten der Steuerzahler“. Viele Familien nutzen die Zehn-Jahres-Frist, um ihr Vermögen frühzeitig zu verteilen und so spätere Pflegekosten zu mindern.

Um die Finanzierungslücken zu schließen, schlug er vor, die Einkommensgrenze, ab der Kinder zur Kanzahlung verpflichtet sind, zu senken. Derzeit müssen erwachsene Kinder nur dann zahlen, wenn sie mehr als 100.000 Euro jährlich verdienen. Stegemann plädiert dafür, diese Grenze zu reduzieren, um die Lasten breiter zu streuen.

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Seine Warnungen beziehen sich auch auf die steigenden Beitragssätze: Ohne Reformen könnte der Standardbeitrag innerhalb von sechs Jahren von 3,6 auf 4,6 Prozent steigen. Kinderlose müssten unter dem bestehenden System noch stärker belastet werden.

Die Vorschläge zielen darauf ab, die Finanzierung der Pflege in Deutschland zu entlasten, indem Familien stärker in die Pflicht genommen werden. Falls umgesetzt, würden mehr erwachsene Kinder an den Pflegekosten ihrer Eltern beteiligt – während strengere Regeln bei Vermögensübertragungen Steuerumgehungen erschweren sollen. Stegemanns Plan soll verhindern, dass die Pflichtbeiträge für alle Versicherten stark ansteigen.

Quelle