07 April 2026, 14:51

Collien Fernandes kämpft gegen digitale Gewalt und fordert strengere Gesetze

Ein Mann im Anzug und Krawatte spricht in ein Mikrofon und scheint auf ein Regierungsgesetz zu reagieren, das ein Internetverbot genehmigt.

Collien Fernandes kämpft gegen digitale Gewalt und fordert strengere Gesetze

Schauspielerin Collien Fernandes hat sich zum schweren Ausmaß digitaler Gewalt geäußert, nachdem in ihrem Namen gefälschte Profile, explizite Bilder und Deepfakes verbreitet wurden. Ihr Fall hat breite Forderungen nach strengeren gesetzlichen Schutzmaßnahmen und klareren Regeln gegen Online-Belästigung ausgelöst.

Fernandes berichtete, dass sich seitdem Tausende Menschen bei ihr gemeldet hätten, um ihre eigenen Erfahrungen zu teilen und von den Behörden Maßnahmen zu fordern. Die Schauspielerin schilderte, wie Deepfakes, manipulierte pornografische Inhalte und gefälschte Social-Media-Accounts gezielt gegen sie eingesetzt wurden. Sie betonte, dass solche Angriffe nicht nur Prominente, sondern Frauen aus allen gesellschaftlichen Schichten träfen. Das Fehlen rechtlicher Schutzmechanismen, warnte sie, lasse Opfer oft ohne Handlungsmöglichkeiten zurück.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In einer Diskussion mit der Journalistin Caren Miosga und der Politikerin Eva Hubig (SPD) hob Fernandes das spanische Vorgehen als Vorbild für wirksamen Schutz hervor. Sie forderte Deutschland auf, längere Meldefristen einzuführen, Polizei und Richter besser zu schulen sowie härtere Strafen für Täter zu verhängen. Miosga wies darauf hin, dass digitale Gewalt ein systemisches Problem bleibe – mit unklaren Zuständigkeiten zwischen Tech-Plattformen, Strafverfolgungsbehörden und Gerichten.

Während Politikerinnen die Notwendigkeit von Reformen anerkannten, räumte Hubig ein, dass die Umsetzung von Plänen oft zu lange dauere. Fernandes bestand darauf, dass ohne dringende Änderungen die Opfer weiterhin reale Schäden durch digitale Angriffe erleiden würden.

Der Fall Fernandes lenkt die Aufmerksamkeit erneut auf die Defizite in Deutschlands Umgang mit digitaler Gewalt. Die Forderungen nach klareren Gesetzen, schnelleren Ermittlungen und schärferen Strafen werden lauter. Die Regierung steht nun unter Druck, politische Versprechen in konkrete Schutzmaßnahmen umzusetzen.

Quelle