Cyberangriffe auf Elektroautos: Warum Hacker ganze Flotten lahmlegen könnten
Tatjana ReinhardtCyberangriffe auf Elektroautos: Warum Hacker ganze Flotten lahmlegen könnten
Elektroautos sehen sich wachsender Gefahr durch Cyberangriffe ausgesetzt – trotz gestärkter Sicherheitsvorschriften
Ein neuer Bericht zeigt auf, wie Hacker Sicherheitslücken in der Software ausnutzen können, um die Kontrolle über zentrale Fahrzeugfunktionen zu übernehmen. Diese Schwachstellen könnten ganze Flotten vernetzter Autos gleichzeitig betreffen.
In den vergangenen 15 Jahren hat sich die IT-Sicherheit in Fahrzeugen deutlich verbessert. Klare Standards und Vorschriften regeln heute, wie Hersteller ihre Systeme schützen müssen. Dennoch finden Cyberkriminelle weiterhin Wege, diese Abwehrmechanismen zu umgehen.
Besonders anfällig sind oft die Schnittstellen für Programmierung (APIs). Einige Systeme setzen auf unzureichende Authentifizierungsverfahren, die bereits mit der bloßen Fahrzeug-Identifikationsnummer umgangen werden können. Angreifer könnten so aus der Ferne Funktionen wie die Vollheizleistung in tausenden Elektroautos aktivieren und deren Akkus komplett entladen. Im schlimmsten Fall ließe sich sogar eine gesamte Modellreihe lahmlegen.
Die Sicherheitscommunity arbeitet markenübergreifend zusammen, um die verbleibenden Risiken einzudämmen. Zwar haben vernetzte Funktionen wie Fahrerassistenzsysteme die Straßen durch weniger Unfälle sicherer gemacht – doch gleichzeitig steigt die Bedrohung durch digitale Angriffe weiter an.
Der Bericht unterstreicht, wie sich das Risikospektrum moderner Fahrzeuge verschiebt: Sicheres Fahren durch vernetzte Technologien hat einen Preis – die erhöhte Verwundbarkeit gegenüber digitalen Bedrohungen. Hersteller und Regulierungsbehörden müssen nun daran arbeiten, die letzten Sicherheitslücken zu schließen, bevor Angriffe in großem Stil zuschlagen.






