Deepfakes und Falschinformationen verunsichern die Deutschen – doch viele teilen sie trotzdem
Eileen SontagDeepfakes und Falschinformationen verunsichern die Deutschen – doch viele teilen sie trotzdem
Eine neue Umfrage offenbart wachsende Sorgen unter Deutschen angesichts von Falschinformationen und Deepfakes. Viele haben Schwierigkeiten, falsche Inhalte zu erkennen, und ein beträchtlicher Teil gibt zu, unverifizierte Informationen online weiterzugeben. Die Ergebnisse zeigen sowohl ein Bewusstsein für das Problem als auch Unsicherheit im Umgang damit.
Die Studie belegt, dass 91 Prozent der Deutschen bereits auf falsche oder irreführende Informationen im Internet gestoßen sind. Von ihnen sind 87 Prozent der Meinung, dass diejenigen, die solche Inhalte gezielt verbreiten, rechtliche Konsequenzen tragen sollten. Die Unterstützung für Strafen ist groß: 84 Prozent befürworten Sanktionen für die Erstellung von Desinformation.
Deepfakes stellen eine besondere Herausforderung dar. Zwar halten 89 Prozent sie für gefährlich, doch nur 34 Prozent fühlen sich sicher, sie erkennen zu können. Videos sind das häufigste Format für KI-generierte Fälschungen – 20 Prozent sind sich sicher, bereits welche gesehen zu haben, weitere 41 Prozent vermuten, damit in Kontakt gekommen zu sein.
Auch die Überprüfung von Nachrichten bereitet Probleme. Eine Mehrheit von 63 Prozent hat Schwierigkeiten, die Glaubwürdigkeit von Berichten einzuschätzen, und 41 Prozent stoßen regelmäßig auf Inhalte, deren Richtigkeit sie nicht bestätigen können. Trotzdem geben 51 Prozent zu, Material weiterzugeben, ohne sich seiner Richtigkeit sicher zu sein.
Politische Falschinformationen sind weit verbreitet: 74 Prozent der Befragten berichten von Fake News im Zusammenhang mit der US-Politik.
Die Umfrage unterstreicht die Kluft zwischen Problemwahrnehmung und Handlungsfähigkeit. Zwar erkennen die meisten Deutschen die Risiken von Deepfakes und Falschinformationen, doch vielen fällt es nach wie vor schwer, Inhalte vor dem Teilen zu überprüfen. Rechtliche Strafen für Desinformation bleiben eine breit unterstützte Lösung des Problems.






