Deutschland öffnet Apotheker-Markt für ausländische Fachkräfte mit neuer Reform
Tatjana ReinhardtDeutschland öffnet Apotheker-Markt für ausländische Fachkräfte mit neuer Reform
Deutschland vereinfacht das Verfahren für ausländische Apotheker, um im Land zu arbeiten. Ein neues Gesetz, das der Bundestag verabschiedet hat, reduziert bürokratische Hürden für Fachkräfte mit einer Ausbildung außerhalb der EU und des EWR. Die Reform soll dem wachsenden Mangel an qualifizierten Arbeitskräften in Apotheken bundesweit entgegenwirken.
Der Bundestag billigte eine Regelung, die aufwendige Dokumentenprüfungen für Apotheker mit Abschlüssen aus Drittstaaten abschafft. Statt die Gleichwertigkeit der Qualifikationen zu prüfen, werden die Behörden künftig direkt die fachliche Kompetenz bewerten. Diese Änderung soll die Anerkennung beschleunigen und helfen, Personalengpässe zu schließen.
Das Gesetz erfordert Anpassungen der Approbationsordnung für Apotheker, um es an das Apothekenversorgungsstärkungsgesetz anzupassen. Bevor es in Kraft tritt, muss jedoch der Bundesrat zustimmen. Nach der Genehmigung sollen die Neuerungen am 1. November 2026 wirksam werden.
Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK), betonte die Dringlichkeit der Lage. Er warnte, dass in den kommenden Jahren tausende Apotheker fehlen werden. Die BAK begrüßte die Reform als notwendigen Schritt, um den Personalmangel im Sektor zu lindern.
Die neuen Regeln ermöglichen es qualifizierten Apothekern aus Drittstaaten, leichter in den deutschen Arbeitsmarkt einzusteigen. Indem bürokratische Prüfungen durch direkte Kompetenztests ersetzt werden, soll das Gesetz den akuten Personalbedarf decken. Die Änderungen treten in Kraft, sobald der Bundesrat zugestimmt hat und die überarbeiteten Vorschriften vorliegen.






