Deutschlands Wirtschaft wächst nur noch halb so schnell wie erwartet
Eileen SontagDeutschlands Wirtschaft wächst nur noch halb so schnell wie erwartet
Die Wirtschaftslage Deutschlands hat sich nach Einschätzung der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute des Landes deutlich eingetrübt. In ihrer aktuellen Prognose haben sie die Wachstumserwartungen für die kommenden Jahre nahezu halbiert. Die korrigierten Zahlen spiegeln den wachsenden Druck auf die größte Volkswirtschaft Europas wider.
Noch in ihrem letzten gemeinsamen Bericht hatten die Institute für 2023 ein BIP-Wachstum von 1,3 Prozent und für 2024 von 1,4 Prozent vorhergesagt. Nun erwarten sie für 2023 nur noch ein Plus von 0,6 Prozent, während die späteren Prognosen weiter nach unten korrigiert wurden. Die drastische Abwärtsrevision folgt auf zwei aufeinanderfolgende Rezessionsjahre 2023 und 2024.
Hauptgründe für die düstere Anpassung sind die eskalierende Krise im Iran und die stark gestiegenen Energiepreise. Die Preise für Öl und Gas sind rasant angestiegen und belasten sowohl Unternehmen als auch Privathaushalte. Vor diesem Hintergrund haben die Ökonomen ihre Wachstumsprognose für 2026 von 1,3 auf 0,6 Prozent gesenkt; für 2025 wird nun nur noch ein Plus von 0,2 Prozent erwartet.
Für 2027 rechnen die Institute mit einem BIP-Wachstum von lediglich 1 Prozent. Die vollständigen Ergebnisse werden in der gemeinsamen Wirtschaftsvorschau am Mittwoch offiziell veröffentlicht.
Die aktualisierten Prognosen deuten auf eine längere Phase schwachen Wachstums für Deutschland hin. Angesichts anhaltend hoher Energiepreise und ungelöster geopolitischer Spannungen bleibt die Wirtschaft weiteren Belastungen ausgesetzt. Der Bericht der Institute wird bei seiner Veröffentlichung Mitte der Woche weitere Details enthalten.






