25 March 2026, 00:28

Dopingskandal bringt deutsche Paralympics-Silbermedaille nach 16 Monaten

Silbermedaille mit der Aufschrift "Chambre Syndicale des Banquiers Paris" vor einem weißen Hintergrund.

Dopingskandal bringt deutsche Paralympics-Silbermedaille nach 16 Monaten

Dopingskandal verändert Ergebnisse der Paralympics 2024 in Paris

Ein Dopingfall hat die Resultate der Paralympischen Spiele 2024 in Paris nachträglich verändert. Der brasilianische Triathlet Ronan Nunes Cordeiro, ursprünglich Zweiter im Sprintwettbewerb, war positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden. Seine Disqualifikation führte nun – eineinhalb Jahre später – zu einer Medaillenaufwertung für den deutschen Athleten Martin Schulz.

Cordeiro war im Oktober 2024 vorläufig gesperrt worden, nachdem bei ihm 19-Norandrosteron, ein verbotenes Anabolikum, nachgewiesen worden war. Seine Leistung bei den Paralympics in Paris wurde später durch einen Beschluss des Anti-Doping-Tribunals des IPC vom 28. Januar 2026 annulliert.

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Die Disqualifikation hatte direkte Auswirkungen auf die Medaillenränge. Martin Schulz, zweifacher Paralympicssieger aus Sachsen, hatte im Sprintrennen am 2. September 2024 zunächst Bronze geholt. Nach der Streichung von Cordeiros Ergebnis wurde er im Januar 2026 offiziell zum Silbermedaillengewinner aufgewertet.

Die World Triathlon wird nun über weitere Sanktionen gegen Cordeiro entscheiden, darunter möglicherweise ein langjähriges Wettkampfverbot. Der Fall ist ein seltenes Beispiel für eine so spät vorgenommene Neuvergabe einer Paralympics-Medaille. Schulz' Silber ist damit endgültig bestätigt, während Cordeiro mit weiteren Konsequenzen rechnen muss. Die Entscheidung unterstreicht zwar die Gültigkeit der Anti-Doping-Regeln, wirft aber auch Fragen zur Dauer solcher Verfahren auf.

Quelle