25 May 2026, 06:31

Elterngeld drohen massive Kürzungen – Familienverbände schlagen Alarm

 ehemalige Familienministerin Giffey warnt vor Kürzungen bei Elterngeld

Elterngeld drohen massive Kürzungen – Familienverbände schlagen Alarm

Elterngeld in Deutschland: Kürzungen bei laufenden Haushaltsverhandlungen drohen

Im Rahmen der anhaltenden Haushaltsverhandlungen könnte das deutsche Elterngeld erhebliche Kürzungen erfahren. Medienberichten zufolge müsste Familienministerin Karin Prien (CDU) rund 350 Millionen Euro aus dem Programm streichen. Der Schritt hat bereits Kritik von Politiker:innen und Familienverbänden ausgelöst.

Auslöser der Debatte waren undichte Informationen über mögliche Kürzungen bei den staatlichen Lohnersatzleistungen für Eltern. Eine der ersten kritischen Stimmen war die ehemalige Familienministerin Franziska Giffey (SPD). Sie warnte, solche Einschnitte würden die Unterstützung für Familien untergraben und gleichzeitig die Arbeitsmarktpolitik schwächen.

Giffey betonte, dass das Elterngeld dazu beitrage, berufliche Auszeiten zu verkürzen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und Eltern den Wiedereinstieg in den Job zu erleichtern. Zudem habe sich das System seit seiner Einführung 2007 kaum weiterentwickelt. Statt pauschaler Kürzungen schlug sie Reformen vor, um eine gerechtere Aufteilung der Elternzeit zwischen den Partnern zu fördern.

Die Kritik kommt aus verschiedenen Lagern. Wolfgang Kubicki, designierter Vorsitzender der FDP, lehnte die geplante Streichung von Leistungen ab. Britta Altenkamp, Vorsitzende des Zukunftsforums Familie (ZFF), nannte die Debatte ein „katastrophales Signal“ für Familien. Die Warnungen fallen in eine Zeit, in der Deutschland die niedrigste Geburtenrate seit 1946 verzeichnet – was der Diskussion zusätzliche Dringlichkeit verleiht.

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Die vorgeschlagenen Kürzungen sind noch Verhandlungssache, doch der Widerstand wächst. Sollten sie umgesetzt werden, könnten sie die finanzielle Unterstützung für junge Eltern in einer Phase umgestalten, in der die Geburtenzahlen ohnehin rückläufig sind. Eine endgültige Entscheidung der Regierung steht noch aus.

Quelle