Fachkräftemangel in Mainz erreicht neuen Höchststand – 62 Prozent der Firmen betroffen
Reinhild HänelFachkräftemangel in Mainz erreicht neuen Höchststand – 62 Prozent der Firmen betroffen
Umfrage zeigt wachsenden Fachkräftemangel in Mainz – 62 Prozent der Unternehmen klagen über unbesetzte Stellen
Eine aktuelle Umfrage offenbart einen zunehmenden Mangel an qualifizierten Arbeitskräften in Mainz: 62 Prozent der Unternehmen geben an, offene Positionen nicht besetzen zu können. Viele Betriebe stufen das Problem als mittel bis schwerwiegend ein, besonders betroffen sind das Handwerk, die Bauwirtschaft und der verarbeitende Sektor. Hauptgründe sind ein Mangel an Bewerbern sowie unzureichende Qualifikationen der Kandidaten.
Der Fachkräftemangel hat lokale Verantwortungsträger zum Handeln veranlasst. Teresa Klug, Leiterin der Wirtschafts- und Strukturförderung, plant eine Ausweitung von Unterstützungsprogrammen, um die Lage zu entschärfen. Gleichzeitig bewerten 72 Prozent der befragten Unternehmen Mainz weiterhin als attraktiven Wirtschaftsstandort.
Viele Betriebe reagieren bereits mit Maßnahmen, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Vereinfachte Bewerbungsverfahren und flexible Arbeitszeiten zählen zu den gängigen Strategien. Besonders beliebt sind mittlerweile flexible Arbeitszeitmodelle und Angebote zur beruflichen Weiterentwicklung, um Mitarbeiter langfristig zu binden.
Manuela Matz, Wirtschaftsdezernentin der Stadt Mainz, verweist auf noch ungenutztes Potenzial – etwa bei der internationalen Fachkräfterekrutierung und dem Einsatz von KI-gestützten Einstellungsverfahren. Diese Ansätze werden bisher kaum genutzt, könnten aber wirksame Lösungen für die Personallücke bieten.
Der Fachkräftemangel betrifft mehr als die Hälfte der lokalen Unternehmen, wobei Schlüsselsektoren besonders stark kämpfen. Der Ausbau von Förderprogrammen und innovative Einstellungskonzepte könnten Abhilfe schaffen. Trotz der aktuellen Herausforderungen bleibt Mainz für die Wirtschaft ein starker Standort.
