05 June 2026, 17:15

FDP wählt Martin Hagen mit knapper Mehrheit zum neuen Generalsekretär

Martin Hagen zum FDP-Generalsekretär gewählt mit 58,8 Prozent

FDP wählt Martin Hagen mit knapper Mehrheit zum neuen Generalsekretär

Martin Hagen ist neuer Generalsekretär der Freien Demokratischen Partei (FDP). Seine Wahl markiert einen Bruch mit der Tradition der Partei, bei der diese Position in der Vergangenheit meist mit deutlicher Mehrheit besetzt wurde. Die Abstimmung fand im Rahmen des jüngsten FDP-Parteitags statt, auf dem weitere wichtige Personalentscheidungen getroffen wurden.

Hagen erhielt 58,8 Prozent der Delegiertenstimmen – ein knapperes Ergebnis als bei früheren Generalsekretärswahlen. Historisch gesehen erreichten Kandidaten für diesen Posten regelmäßig über 80 Prozent Zustimmung. Das letzte Mal, dass ein Bewerber ein ähnlich enges Rennen erlebte, war 1982, als Irmgard Adam-Schwaetzer mit 53,2 Prozent gewählt wurde.

Obwohl Hagen diesmal ohne Gegenkandidaten antrat, blieb sein Ergebnis hinter den üblichen Werten zurück. Parallel dazu wählte die Partei drei stellvertretende Vorsitzende: Henning Höne (71 Prozent), Svenja Hahn (72 Prozent) und Linda Teuteberg (66 Prozent). Ihre Ergebnisse lagen zwar über Hagens Wert, aber ebenfalls unter den sonst für unumstrittene Positionen typischen Zustimmungsquoten.

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Bei anderen Wahlen gab es gemischte Ergebnisse. Nadin Zaya setzte sich mit 57 Prozent der Stimmen im Vorstand durch und besiegte damit Dirk Hilbert und Thorsten Lieb. Benjamin Strasser sicherte sich seinen Posten in einer Stichwahl gegen Gero Hocker mit 52 Prozent. Susanne Seehofer hingegen kandidierte ohne Gegenkandidatur und erhielt mit 84 Prozent eine klare Bestätigung.

Die jüngsten FDP-Wahlen zeigen eine Verschiebung der internen Unterstützungsverhältnisse für Führungspositionen. Während einige Kandidaten starke Rückendeckung erhielten, gewannen andere – wie Hagen – mit deutlich schmaleren Mehrheiten als in früheren Jahren. Die Ergebnisse spiegeln eine zunehmend umstrittenere Dynamik in den Entscheidungsprozessen der Partei wider.

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