25 May 2026, 02:24

Florentina Holzinger schockt Wien mit radikaler Pfingst-Performance zwischen Nacktheit und Monstertrucks

Florentina Holzingers 'Pfingstspiel' mit Friedenstauben und Monstertrucks

Florentina Holzinger schockt Wien mit radikaler Pfingst-Performance zwischen Nacktheit und Monstertrucks

Florentina Holzinger brachte ihre kühne, chaotische Vision nach Wien – mit einer pfingstthematischen Performance im Wiener Eislaufverein. Die Show verband extreme Körperlichkeit, religiöse Symbolik und eine spielerisch-provokante Hommage an Hermann Nitschs berüchtigte Aktionismus-Bewegung. Das Publikum erlebte alles: von einer nackten Abseilaktion an einer Hotelfassade bis zu einem Monstertruck, der einen Panzer zermalmte.

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Die Aufführung begann mit Holzinger und ihrem rein weiblichen Ensemble, das im Innenhof von Schloss Prinzendorf – einst Nitschs kreativem Zentrum – ein Letztes Abendmahl inszenierte. Einige Performerkünstlerinnen hingen an Haken, ihre Körper gedehnt und schwingend. Dann wechselte die Szene zu einem surreale Spektakel: Eine Frau ließ sich völlig unbekleidet an der Fassade des Intercontinental Hotels hinab.

Auf der Bühne wurde Holzingers opulenter Einsatz von Maschinen und Requisiten deutlich. Ein Monstertruck walzte einen Panzer platt – ein eindringlicher Appell für Frieden –, während ein Fallschirmspringer mit einer Tauben-Helm-Konstruktion als Heiliger Geist herabschwebte. Der Höhepunkt der Show zeigte eine Performerin, die gekreuzigt wurde und von Drohnen mit roter Farbe besprüht wurde – eine direkte Anspielung auf Nitschs gewalttätige, rituelle Ästhetik.

Die finalen Momente zeigten Holzinger und ihr Ensemble sanft in der Luft schwingend, ihre Bewegungen schafften eine seltene Stille. Die Performance verschmolz rohe Körperlichkeit mit Technik, machte Fahrzeuge, Instrumente und Verstärker zu Erweiterungen der Künstlerinnenkörper.

Holzingers Pfingststück hinterließ beim Publikum eine Mischung aus Schock und Faszination. Die Inszenierung verband religiöse Bildsprache, politische Statements und eine rebellische Verbeugung vor Nitschs Erbe. Am Ende prägte der Kontrast zwischen Zerstörung und Anmut das gesamte Spektakel.

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