Fracking in Deutschland: Könnte Schiefergas die Energieabhängigkeit verringern?
Reinhild HänelFracking in Deutschland: Könnte Schiefergas die Energieabhängigkeit verringern?
Deutschland könnte seine langfristige Erdgasversorgung durch Fracking ausbauen. Das Land verfügt über erhebliche, bisher ungenutzte Schiefergasvorkommen. Experten zufolge könnte die jährliche Förderung bis 2025 auf bis zu 10 Milliarden Kubikmeter steigen.
Durch Hydraulic Fracking ließen sich 2025 zwischen 6 und 12 Prozent des deutschen Gasbedarfs decken. Allerdings würde dies weder akute Engpässe beheben noch kurzfristig zu sinkenden Preisen führen. Der Aufbau der Industrie würde Jahre in Anspruch nehmen und Hunderte von Bohrungen erfordern.
Die heimische Produktion deckt derzeit nur 4,2 Prozent der Nachfrage. Eine Aufhebung des bestehenden Fracking-Verbots würde Probebohrungen ermöglichen, um Kosten und Umweltauswirkungen zu bewerten. Strenge Auflagen könnten die Risiken gering halten, doch ohne Subventionen bleibt die wirtschaftliche Machbarkeit unklar.
Bis 2025 könnte Fracking jährlich 5 bis 10 Milliarden Kubikmeter Gas zusätzlich liefern – vorausgesetzt, das Verbot wird aufgehoben und die Sicherheitsstandards werden eingehalten. Der Prozess wäre jedoch zeitaufwendig und böte keine schnelle Lösung für die aktuellen Versorgungsprobleme.






