Greuther Fürth am Abgrund: 27 Jahre Tradition vor dem bitteren Ende
SpVgg Greuther Fürth steht vor dem direkten Abstieg in die dritte Liga – nach fast 30 Jahren in den beiden höchsten Spielklassen. Seit 1997 war der Verein durchgehend in der Bundesliga oder 2. Bundesliga vertreten. Doch nach der jüngsten 1:2-Niederlage gegen Hertha BSC droht den Franken erstmals seit Jahrzehnten der Fall in die Drittklassigkeit.
Das Spiel gegen Hertha BSC nahm eine dramatische Wende, als Josip Brekalo mit einer Roten Karte des Platzes verwiesen wurde. Trotz Unterzahl ging Hertha durch den 16-jährigen Kennet Eichhorn in Führung – der damit zum jüngsten Torschützen in der Geschichte der 2. Bundesliga wurde. Michael Cuisance machte den Sieg in der 84. Minute mit einem Distanzschuss perfekt.
Noël Futkeu gelang zwar in der 88. Minute der Anschlusstreffer für Fürth, doch die Niederlage war nicht mehr abzuwenden. Mit zwei Punkten Rückstand auf Arminia Bielefeld im Abstiegskampf bleibt den Fürthern nur noch ein Spiel, um den Klassenerhalt zu schaffen: Am Sonntag müssen sie gegen Fortuna Düsseldorf gewinnen, um überhaupt eine Chance zu wahren.
Düsseldorf und Eintracht Braunschweig liegen derzeit drei Punkte vor Fürth und verfügen zudem über die bessere Tordifferenz. Ein Unentschieden oder eine Niederlage würde den Abstieg der Franken nach 27 Jahren in den beiden höchsten deutschen Ligen besiegeln.
Das Schicksal Fürths hängt nun am letzten Spieltag gegen Düsseldorf. Eine Niederlage oder ein Remis würde die lange Ära in den obersten Spielklassen beenden. Der Verein, einst Stammgast in Bundesliga und 2. Bundesliga, steht vor der größten Herausforderung seit Jahrzehnten.






