Grüne werfen Bundesregierung Blockade beim Ausbau des Hauptbahnhofes Hannover vor
Eileen SontagGrüne werfen Bundesregierung Blockade beim Ausbau des Hauptbahnhofes Hannover vor
Eine Verkehrsexpertin der Grünen hat der Bundesregierung vorgeworfen, die Pläne zum Ausbau des Hauptbahnhofes Hannover zu blockieren. Die Bundestagsabgeordnete Swantje Michaelsen aus der Stadt wies auf fehlende Mittel für zwei neue Gleise und einen Bahnsteig hin.
Der Hauptbahnhof Hannover ist ein zentraler Knotenpunkt für Norddeutschland. Täglich nutzen ihn über 260.000 Fahrgäste, zudem verkehren dort rund 750 Fern- und Regionalzüge. Die Überlastung des Bahnhofs entwickelt sich zunehmend zu einem Problem.
Michaelsen bezeichnete die Finanzierungslücke als Skandal. Die zusätzlichen Gleise seien dringend notwendig, um Engpässe zu entschärfen und den Bahnverkehr zu entlasten, argumentierte sie. Aus ihrem Büro hieß es, dass im jüngsten Förderprogramm kein Bundesbahnprojekt in die nächste Planungsphase gelangt sei.
Das Bundesverkehrsministerium bemüht sich derzeit in den Haushaltsverhandlungen um zusätzliche Mittel für Schienenprojekte. Dennoch kritisierte die Allianz pro Schiene die Verzögerung scharf: Es sei unlogisch, dringend benötigte Modernisierungen aufzuschieben.
Ohne die erforderlichen Finanzmittel bleibt der Ausbau des Hauptbahnhofes Hannover vorerst auf Eis. Die ausbleibenden Fortschritte bedeuten weiterhin überlastete Verhältnisse in einem der meistfrequentierten Verkehrsdrehkreuze Deutschlands. Die Bundesregierung hat die notwendige finanzielle Unterstützung für die nächste Phase noch nicht bereitgestellt.






