Grünen-Politiker fordert härteres Vorgehen gegen wachsenden Antisemitismus in Deutschland
Reinhild HänelGrünen-Politiker fordert härteres Vorgehen gegen wachsenden Antisemitismus in Deutschland
Ein führender Politiker der Grünen hat schärfere Maßnahmen gegen den wachsenden Antisemitismus in Deutschland gefordert. Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, bezeichnete die Zunahme von Angriffen auf jüdische Gemeinden als „abstoßend“. Sein Appell erfolgt zu einer Zeit, in der viele jüdische Organisationen berichten, sich seit dem Hamas-Angriff auf Israel im vergangenen Oktober weniger sicher zu fühlen.
Von Notz verurteilte die zunehmende Feindseligkeit gegenüber Jüdinnen und Juden in Deutschland. Es sei inakzeptabel, dass Hass und Gewalt gegen sie ansteigen, betonte der Politiker. Er unterstrich, die deutsche Gesellschaft müsse Antisemitismus mit allen rechtlichen Mitteln und zu jeder Zeit bekämpfen.
Kritik übte er auch an denen, die die Handlungen der israelischen Regierung als Vorwand für Angriffe auf jüdische Gemeinden instrumentalisieren. Seine Äußerungen folgen auf eine Umfrage, laut der mehr als zwei Drittel der jüdischen Gruppen in Deutschland das Land inzwischen als unsicherer empfinden.
Der stellvertretende Grünen-Fraktionschef forderte mehr Entschlossenheit im Kampf gegen Antisemitismus. Hass und Gewalt dürften niemals geduldet werden – unabhängig von politischen Rechtfertigungsversuchen, warnte er.
Die Umfrage zeigt, wie weit verbreitet die Sorgen in jüdischen Gemeinden über ihre Sicherheit in Deutschland sind. Von Notz’ Aussagen unterstreichen die Notwendigkeit stärkerer rechtlicher und gesellschaftlicher Maßnahmen gegen Antisemitismus. Sein Appell spiegelt die wachsende Angst wider, dass Feindseligkeiten sichtbarer und gefährlicher werden.






