20 June 2026, 14:18

Hamburger Kinder- und Jugendverband droht die Schließung wegen fehlender Finanzmittel

Finanzielle Engpässe und Gegenwinde

Hamburger Kinder- und Jugendverband droht die Schließung wegen fehlender Finanzmittel

Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) in Hamburg steht vor der Schließung – Grund ist die fehlende finanzielle Absicherung. Um den Betrieb aufrechterhalten zu können, benötigt die Organisation jährlich zusätzliche 120.000 Euro, um die Stelle der Geschäftsführung sowie eine administrative Position zu finanzieren.

Aktuell beschäftigt der VKJH 90 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und arbeitet mit 150 freiberuflichen Kräften zusammen. Doch nur 2,5 Vollzeitstellen entfallen auf Fachberatung und Projektmanagement. Ohne weitere Mittel kann der Verband seine Verwaltungskosten nicht decken.

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Die Stadt Hamburg hat angekündigt, die OHA!-Ombudsstelle für Kinder- und Jugendrechte des VKJH abzubauen. Seit ihrer Gründung 2021 bearbeitet die Stelle jährlich rund 300 Beratungsanfragen. Die Schulbehörde plant nun, die Ombudsstelle im Rahmen einer Zusammenlegung mit einem neuen Ombudsangebot für Kitas neu auszuschreiben.

Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) hat sich eingeschaltet und kritisiert das erneute Vergabeverfahren. Falls bis Ende Juni keine Finanzlösung gefunden wird, muss der VKJH über die Übertragung seiner 17 Einrichtungen und 27 Projekte an die Stadtbezirke verhandeln.

Ohne sofortige finanzielle Unterstützung bleibt die Zukunft des VKJH ungewiss. Eine mögliche Schließung würde nicht nur die Ombudsstelle gefährden, sondern auch die Übertragung aller Projekte erzwingen. Der Neuausschreibungsprozess der Stadt verschärft die Situation zusätzlich.

Quelle