Heidebad Halle öffnet sich nach Kritik für alle Besucher – unabhängig von der Sprache
Oscar KabusHeidebad Halle öffnet sich nach Kritik für alle Besucher – unabhängig von der Sprache
Mathias Nobel, der Betreiber des Heidebads in Halle, hat nach massiver Kritik zugestimmt, mehrsprachige Hinweisschilder anzubringen. Sein ursprünglicher Plan, nur deutschsprachige Gäste in das Freibad zu lassen, hatte bundesweit für Empörung gesorgt. Die Stadt Halle griff ein und forderte eine Rücknahme der Entscheidung.
Nobel traf sich mit Alexander Vogt, dem parteilosen Oberbürgermeister von Halle, um die Kontroverse zu besprechen. Der Bürgermeister machte deutlich, dass die bestehenden Regeln konsequent durchgesetzt werden müssten – auch am Eingang des Bades.
Während des Gesprächs bezeichnete Nobel die Atmosphäre als „sehr harmonisch“. Gleichzeitig äußerte er Interesse daran, ob mehrsprachige Aushänge tatsächlich zu weniger Regelverstößen führen würden. Die Stadt hatte zuvor gewarnt, dass Nobels ursprüngliche Sprachregelung gegen den Pachtvertrag verstoßen könnte.
Nach dem Treffen bestätigte Nobel, dass das Heidebad weiterhin für alle Besucher offenbleibt. Er betonte, dass Sprachkenntnisse künftig keine Rolle dabei spielen würden, ob ein Verstoß gegen die Baderegeln vorliegt.
Der Betreiber wird die Hausordnung nun in mehreren Sprachen aushängen. Durch das Eingreifen der Stadt wurde die Einhaltung der vertraglichen Vereinbarungen sichergestellt. Die neuen Schilder sollen die Erwartungen an alle Gäste klar kommunizieren.
