"Heimat" in Mainz: Wie ein Restaurant zum Ziel von Hass und Vandalismus wird
Eileen Sontag"Heimat" in Mainz: Wie ein Restaurant zum Ziel von Hass und Vandalismus wird
„Heimat“ in Mainz: Lokale Küche wird zum Ziel politischer Anfeindungen
Ein Restaurant in Mainz mit dem Namen Heimat sieht sich seit seiner Eröffnung massiver Feindseligkeit ausgesetzt. Besitzer Veli Ivecen, ein türkisch-kurdischer Koch, wollte mit seinem Lokal deutsche, türkische und kurdische Küche verbinden und einen Ort der Begegnung für alle schaffen. Stattdessen erleben er und sein Team regelmäßig verbale Angriffe und Vandalismus.
Den Namen Heimat – also Zuhause – wählte Ivecen bewusst, um Wärme und Zugehörigkeit für seine Gäste auszudrücken. Politisch sei die Bezeichnung keineswegs gemeint, betont er. Dennoch stellen Kritiker aus unterschiedlichen politischen Lagern infrage, warum türkische und kurdische Einflüsse in der deutschen Küche erscheinen.
Die Angriffe wurden schnell persönlich: Demonstranten beschimpften Ivecen als Nazi und zeigten vor dem Restaurant den Hitlergruß. Vandalen besprühten die Fassade mit der Parole „Das hier ist mein Zuhause, nicht deins“, die der Besitzer später entfernen ließ.
Angesichts der anhaltenden Hetze dachte Ivecen zunächst darüber nach, das Restaurant umzubenennen. Mittlerweile ist er jedoch entschlossener denn je, den Namen beizubehalten. Während er konstruktive Kritik an seinem Essen willkommen heißt, lehnt er die aktuellen Anfeindungen strikt ab.
Trotz der anhaltenden Spannungen musste Heimat nicht schließen. Ivecen und sein Team servieren weiterhin ihre fusionierte Küche – trotz des Gegenwinds. Ob das Restaurant eine Zukunft hat, hängt nun davon ab, ob die Unterstützung aus der Gemeinschaft die Ablehnung überwiegt.






