11 May 2026, 04:24

Höhere Gasrechnungen drohen – trotz sinkender Stromkosten für Haushalte

Diagramm, das die Kraftstoffpreise in den Vereinigten Staaten mit zwei Linien zeigt, die den Preisverlauf über die Zeit darstellen, eine abnehmende (blau) und eine zunehmende (grün).

Höhere Gasrechnungen drohen – trotz sinkender Stromkosten für Haushalte

Deutsche Haushalte müssen mit höheren Gasrechnungen rechnen – trotz sinkender Stromkosten

Trotz rückläufiger Strompreise könnten deutsche Haushalte in naher Zukunft höhere Gasrechnungen erhalten. Die Bundesnetzagentur warnt, dass Nachfolgeverträge für Gas die Preise in die Höhe treiben könnten – wenn auch nicht auf die extremen Niveaus, die nach Russlands Angriff auf die Ukraine zu beobachten waren. Gleichzeitig sinken die Strompreise dank des wachsenden Anteils günstiger erneuerbarer Energien am Markt.

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Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, betont die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Gas. Er bezeichnete den Rohstoff als „wertvoll“ und mahnt zu sparsamer Nutzung. Die meisten Privathaushalte profitieren noch von Preisgarantien für Gas, da viele Verträge zwölf Monate oder länger laufen.

Die Behörde schließt weitere Preiserhöhungen für Gas nicht aus. Zwar dürften mögliche Steigerungen deutlich geringer ausfallen als der drastische Anstieg nach Beginn des Ukraine-Kriegs, dennoch könnten Verbraucherinnen und Verbraucher die Auswirkungen spüren. Im Gegensatz dazu entwickeln sich die Strompreise rückläufig – bedingt durch den Ausbau kostengünstiger Wind- und Solarenergie.

Allerdings führt der Boom der Erneuerbaren auch zu Phasen negativer Strompreise. Um gegenzusteuern, könnten Regulierungsbehörden eingreifen. Diskutierte Lösungsansätze umfassen den Ausbau von Speicherkapazitäten oder den Wechsel von festen Einspeisevergütungen hin zu direkten Marktverkäufen für Ökostrom-Erzeuger.

Aktuell sind viele Haushalte noch durch langfristige Gasverträge abgeschirmt. Doch mit dem Auslaufen dieser Verträge könnten künftige Preisanpassungen die Haushaltsbudgets belasten. Die Bundesnetzagentur beobachtet die Entwicklung weiterhin genau und versucht, stabile Energiepreise mit den Herausforderungen eines sich rasant wandelnden Marktes in Einklang zu bringen.

Quelle