IG Metall ruft zu Großdemo für Arbeitsplatzsicherheit in Koblenz auf
Tatjana ReinhardtIG Metall ruft zu Großdemo für Arbeitsplatzsicherheit in Koblenz auf
IG Metall Koblenz bereitet große Mai-Kundgebung am 1. Mai 2023 vor
Unter dem Motto "Erst unsere Jobs, dann eure Gewinne" will die Gewerkschaft am 1. Mai 2023 mit einer Großdemonstration in Koblenz für mehr Arbeitsplatzsicherheit kämpfen. Die IG Metall wirft Unternehmen vor, Profite über stabile Beschäftigung zu stellen, und fordert von der Landesregierung stärkere Schutzmaßnahmen.
Die Kundgebung beginnt um 10:00 Uhr mit Reden und kulturellen Beiträgen am Konrad-Adenauer-Ufer. Um 11:15 Uhr setzt sich der Demonstrationszug entlang einer festgelegten Route durch die Koblenzer Innenstadt in Bewegung. Gegen 11:55 Uhr treffen sich die Teilnehmer:innen auf den Grünflächen am Deutschen Eck, wo bis 15:00 Uhr weitere Bühnenprogramme und Veranstaltungen stattfinden. Der Abschluss der gesamten Veranstaltung ist für 18:00 Uhr geplant.
Die IG Metall kritisiert, dass viele Betriebe kurzfristige Gewinne statt langfristige Investitionen in Arbeitsplätze priorisieren. Hohe Lohnkosten seien nicht das eigentliche Problem für die Wettbewerbsfähigkeit, so die Gewerkschaft – stattdessen fehle es an ausreichenden Investitionen. Zu ihren zentralen Forderungen gehören die Kopplung staatlicher Subventionen an die Schaffung lokaler Arbeitsplätze sowie die Verpflichtung von Unternehmen, in Europa verkaufte Produkte auch hier zu produzieren.
Gleichzeitig übt die Gewerkschaft Druck auf die neue Landesregierung in Rheinland-Pfalz aus, die Rechte der Beschäftigten zu stärken. Sie warnt vor einem Abbau des Sozialstaats und pocht auf faire Politiken, um Härten für Arbeitnehmer:innen zu verhindern.
Die Demonstration vereint Beschäftigte, Aktivist:innen und Unterstützer:innen zu einem ganztägigen Programm. Im Mittelpunkt stehen die Forderungen der IG Metall nach Arbeitsplatzgarantien und gerechterer Wirtschaftspolitik. Die Gewerkschaft schlägt vor, staatliche Hilfen an lokale Produktion zu knüpfen und so Beschäftigung in der Region langfristig zu sichern.






