17 April 2026, 06:31

IHK Halle-Dessau fordert Reformen gegen wirtschaftliche Stagnation in Sachsen-Anhalt

Alte gedruckte Karte, die die Grenzen von Preußen und Sachsen auf vergilbtem Papier zeigt.

IHK Halle-Dessau fordert Reformen gegen wirtschaftliche Stagnation in Sachsen-Anhalt

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat ihre Frühjahrsvollversammlung abgehalten, um drängende wirtschaftliche Fragen in Sachsen-Anhalt anzugehen. Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik kamen zusammen, um die aktuellen Herausforderungen zu bewerten und sich auf die Landtagswahlen 2026 vorzubereiten. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zudem die anhaltende wirtschaftliche Stagnation der Region und der dringende Reformbedarf in der Politik.

Im Rahmen der Versammlung verabschiedete die IHK ihre "Politischen Forderungen für Sachsen-Anhalt 2026" – ein Positionspapier, das die zentralen Anforderungen an die Landesregierung formuliert. Thematisch deckt das Dokument unter anderem Arbeitsmarktpolitik, Bildung, Innovation, Außenhandel, Bürokratieabbau, Energieversorgung und Infrastruktur ab. Diese Bereiche wurden als entscheidend für die Belebung der schwächelnden Wirtschaft des Landes identifiziert.

IHK-Präsident Sascha Gläßer nannte hohe Energiekosten, steigende Lohnnebenkosten, eine hohe Steuerlast sowie übermäßige bürokratische Hürden als Hauptgründe für die wirtschaftliche Stagnation. Zwar erkenne die Bundespolitik den Reformbedarf an, doch konkrete Entlastungsmaßnahmen ließen bisher auf sich warten, so Gläßer.

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Auf der Tagesordnung stand auch die regionale Kampagne der IHK, die die wirtschaftlichen Stärken Sachsen-Anhalts in den Fokus rücken soll. Die Initiative stieß auf positive Resonanz und unterstreicht die Bemühungen, das Vertrauen in den Standort als Wirtschaftsstandort zu stärken. Die IHK will ihr Fachwissen nutzen, um die wirtschaftliche Debatte vor den Wahlen 2026 mitzugestalten und der Politik praxisnahe Lösungsvorschläge zu unterbreiten.

Die Frühjahrsvollversammlung der IHK Halle-Dessau hat klare politische Prioritäten für die Zukunft Sachsen-Anhalts gesetzt. Angesichts der anstehenden Landtagswahlen 2026 will die Kammer Reformen vorantreiben, die die Stagnation überwinden und die Rahmenbedingungen für Unternehmen verbessern. Die verabschiedeten Forderungspapiere sollen in den kommenden Jahren als Leitfaden für den Dialog mit der Landesregierung dienen.

Quelle