16 April 2026, 20:28

Joe Lycett wird offiziell zu Hugo Boss – ein Protest gegen Markenrecht-Härte

Schwarze und weiße Visitenkarte für Jackson & Damper Senfhersteller, gelegen an Nr. 2, Primrose Street, Bishopgate, London.

Joe Lycett wird offiziell zu Hugo Boss – ein Protest gegen Markenrecht-Härte

Der Komiker Joe Lycett hat aus Protest gegen die aggressive juristische Vorgehensweise der Modemarke seinen Namen offiziell in Hugo Boss ändern lassen. Der Schritt folgt auf eine lange Geschichte des Unternehmens, das wiederholt kleine Unternehmen und gemeinnützige Organisationen wegen der Verwendung des Wortes "BOSS" in deren Namen verklagt hat.

Der Konflikt wurde bekannt, nachdem die kleine Brauerei Boss Brewing aus Swansea 10.000 Pfund für die Abwehr einer Unterlassungsaufforderung von Hugo Boss aufbringen musste. Die Marke hatte bereits mehrfach rechtliche Warnungen an Organisationen verschickt, darunter auch an die Wohltätigkeitsinitiative DarkGirlBoss, weil diese versucht hatten, Markennamen mit dem Begriff "BOSS" eintragen zu lassen.

Hugo Boss, 1924 gegründet, ist heute ein globaler Konzern mit einem Umsatz von über 2,3 Milliarden Pfund und 14.000 Mitarbeitern in 127 Ländern. Doch die Firmengeschichte umfasst auch die Produktion von SS-Uniformen für die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs unter Zwangsarbeit. 2011 entschuldigte sich das Unternehmen öffentlich für das in dieser Zeit verursachte Leid.

Lycett kündigte seinen Namenswechsel in den sozialen Medien an und betonte, dass er – nun offiziell Hugo Boss – keinerlei historische Verbindung zur Herstellung von Nazi-Uniformen habe. Die Aktion ging schnell viral und wurde am Wochenende zum Trend auf Twitter. Auf seiner Verbrauchersendung Got Your Back plant er, unter seinem neuen Namen ein Produkt auf den Markt zu bringen.

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Die Namensänderung lenkt die Aufmerksamkeit auf die anhaltende Kritik an der juristischen Strategie von Hugo Boss gegenüber kleineren Akteuren. Lycetts Protest hat die Debatte weiter angeheizt, und viele unterstützen seinen Stand gegen die markenrechtliche Härte des Modekonzerns.

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