26 March 2026, 16:28

Junge Wähler in Rheinland-Pfalz: Warum die AfD bei Unter-25-Jährigen so stark punktet

Karte von Deutschland mit Bundesländern in Rot und Blau markiert, um die Ergebnisse der Wahl von 2016 anzuzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Junge Wähler in Rheinland-Pfalz: Warum die AfD bei Unter-25-Jährigen so stark punktet

Junge Wähler in Rheinland-Pfalz zeigten bei der Landtagswahl 2021 deutliche Unterschiede in ihren politischen Präferenzen. Während Schüler an Mainzer Schulen an simulierten "Juniorwahlen" teilnahmen, offenbarten die echten Stimmen der Unter-25-Jährigen einen deutlichen Trend zur rechtspopulistischen AfD. Die Ergebnisse verdeutlichen den Kontrast zwischen schulischen Übungen und dem Wahlverhalten an der Urne.

Bei der eigentlichen Landtagswahl stimmten die Wähler unter 25 Jahren zu 21 Prozent für die AfD – der höchste Wert in dieser Altersgruppe. Die SPD folgte knapp mit 20 Prozent, die Linke erreichte 16 Prozent. Die CDU kam bei den jungen Wählern lediglich auf 15 Prozent.

An den Mainzer Schulen ergab sich bei den simulierten Wahlen ein anderes Bild: Am Gutenberg-Gymnasium lag die SPD mit 29,1 Prozent vorne, gefolgt von den Grünen mit 21,4 Prozent. Auch an der Bretzenheim-Gesamtschule entschied sich die Mehrheit der Schüler für die SPD (25 Prozent) als erste Wahl.

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An anderen Schulen zeigten sich unterschiedliche Tendenzen. Am Otto-Schott-Gymnasium erhielten die Grünen mit 31,7 Prozent die stärkste Unterstützung. An der Auguste-Cornelius-Hechtsheim-Gesamtschule gewann die Linke mit 28,9 Prozent, während die AfD auf 16,2 Prozent kam. An den Bischof-Willigis-Schulen dominierte die CDU mit 30,8 Prozent, die SPD folgte mit 17,1 Prozent. Am Frauenlob-Gymnasium teilten sich SPD und Grüne die Gunst der Schüler fast gleichmäßig – beide erreichten 26,1 Prozent.

Die unter realistischen Bedingungen durchgeführten Juniorwahlen ermöglichten es den Schülern, das Wählen hautnah zu erleben. Ein direkter Vergleich zwischen den schulinternen Ergebnissen und den offiziellen Wahldaten der Unter-25-Jährigen wurde jedoch nicht gezogen.

Die Kluft zwischen den simulierten Wahlen und dem tatsächlichen Wahlverhalten unterstreicht die sich wandelnden politischen Neigungen junger Menschen. Während die Schulübungen oft linksgerichtete oder gemäßigtere Parteien begünstigten, zeigte sich in den offiziellen Wahlergebnissen eine stärkere Zustimmung zur AfD. Die Befunde geben Aufschluss darüber, wie sich das politische Engagement von Jugendlichen zwischen Bildungsformaten und realen Wahlentscheidungen unterscheidet.

Quelle