14 April 2026, 06:28

Kik schließt 300 Filialen – neuer CEO soll Umbruch meistern

Eine Straßenrandansicht eines internationalen Discount-Ladens mit umliegenden städtischen Elementen, einschließlich Gebäuden, Fahrzeugen, Verkehrsinfrastruktur und Grünflächen unter einem klaren Himmel.

Kik schließt 300 Filialen – neuer CEO soll Umbruch meistern

Der angeschlagene Modehändler Kik wird bis Ende 2026 rund 300 Filialen in Europa schließen. Damit reduziert das Unternehmen sein Filialnetz um 225 Standorte, davon allein 135 in Deutschland. Gleichzeitig hat das Unternehmen einen neuen Vorstandsvorsitzenden berufen, der die Umstrukturierung begleiten soll.

Die Führungswechsel bei Kik begannen bereits vor den jüngsten Schließungsplänen. Finanzvorstand Rüdiger Hartmann und Betriebsleiter Dirk Ankenbrand hatten das Unternehmen zuvor verlassen. Der ehemalige CEO Patrick Zahn war im September 2025 nach Meinungsverschiedenheiten mit dem Eigentümer Tengelmann zurückgetreten. Christian Kümmer, der zuvor beim Haustierfachhändler Fressnapf tätig war, übernahm daraufhin kommissarisch die Geschäftsführung.

Ab Juni wird nun Ulrich Hanfeld die Position des neuen CEO übernehmen. Er führte zuvor über sechs Jahre lang NKD, einen direkten Konkurrenten von Kik. Zuletzt leitete er die österreichische Sportartikelkette Hervis bis zu deren Verkauf Anfang 2026. Ein Branchenkenner bezeichnete ihn als "begnadeten Verkäufer", merkte jedoch an, dass er nicht in erster Linie als Sanierungsexperte bekannt sei.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Jela Götting, Managerin bei Tengelmann, wies Spekulationen über einen bevorstehenden Verkauf von Kik zurück. Trotz der Schließungen wird das Unternehmen nach der Restrukturierung noch etwa 2.200 Filialen in Deutschland betreiben.

Bis Ende 2026 wird Kik seine Präsenz in Europa damit deutlich verringern. Mit dem neuen CEO an der Spitze strebt der Händler eine Stabilisierung unter der Führung von Tengelmann an. Die verbleibenden Filialen sollen weiterhin geöffnet bleiben, während sich das Unternehmen an das kleinere Netzwerk anpasst.

Quelle