Koblenz verliert seine prägende Bildungs- und Kulturdezernentin Margit Theis-Scholz
Tatjana ReinhardtKoblenz verliert seine prägende Bildungs- und Kulturdezernentin Margit Theis-Scholz
Margit Theis-Scholz, die langjährige Koblenzer Dezernentin für Bildung und Kultur, wird am 16. Dezember ihr Amt niederlegen. Die in der Stadt geborene und aufgewachsene Politikerin übernahm 2015 das Amt, nachdem sie jahrelang als Schulleiterin gearbeitet hatte. Während ihrer Amtszeit prägte sie mit weitreichenden Reformen die lokale Bildungs- und Kulturlandschaft – von der Digitalisierung der Schulen bis hin zu neuen Förderprogrammen für Künstler während der Pandemie.
Theis-Scholz wurde am 8. Februar 1958 in Koblenz geboren. Bevor sie in die Kommunalpolitik einstieg, leitete sie von 2002 bis 2010 als Direktorin die Diesterweg-Schule. Nach ihrem Amtsantritt am 16. Dezember 2015 setzte sie sich umgehend für die Modernisierung des Bildungssystems ein.
Sie trieb den Ausbau der Ganztagsschulen voran und sicherte frühzeitig Mittel für digitale Lehrmittel. Lehrer und Schüler erhielten Tablets und interaktive Whiteboards, wodurch Koblenz in Rheinland-Pfalz eine Vorreiterrolle bei der technischen Ausstattung von Grundschulen einnahm. Darüber hinaus förderte sie den Neubau moderner Schulgebäude in der gesamten Stadt.
Im Kulturbereich engagierte sie sich besonders während der Corona-Krise. Sie organisierte Festivals und startete das Kulturhaus Koblenz, eine digitale Plattform, um Künstler zu vernetzen. Weitere Initiativen wie das „Kulturfrühstück“ und die „Kultursprechstunde“ schufen Räume für den Austausch innerhalb der Branche. Eines ihrer symbolträchtigsten Projekte war die Koblenzer Friedensglocke, die aus recycelten Kriegsmaterialien gefertigt wurde.
Ihr Nachfolger, Ingo Schneider, wird das Amt am 16. Dezember übernehmen. Theis-Scholz hinterlässt ein Erbe aus erweiterten Schulprogrammen, digitalen Lernangeboten und gestärkten Kulturnetzwerken. Ihre Arbeit prägte Koblenz‘ Herangehensweise an Bildung und Kunst nachhaltig – mit bleibenden Veränderungen in Infrastruktur und Bürgerbeteiligung. Der Wechsel zu Schneider markiert das Ende einer achtjährigen Amtszeit, die von Innovation und Krisenfestigkeit geprägt war.






