27 June 2026, 20:16

Lieferchaos bei der Bahn lähmt Stahl-, Chemie- und Autoindustrie in Deutschland

Bahnbaustellen belasten die Industrie mit Milliarden-Schäden

Lieferchaos bei der Bahn lähmt Stahl-, Chemie- und Autoindustrie in Deutschland

Lieferverzögerungen im Netz der Deutschen Bahn sorgen für massive Probleme in der deutschen Industrie

Wichtige Wirtschaftszweige wie Stahl, Chemie und Automobilbau verzeichnen durch die Verspätungen erhebliche finanzielle Verluste. Unternehmensvertreter fordern nun dringend Lösungen, um die Krise zu bewältigen.

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Besonders hart trifft es die Stahlindustrie, die zur Hälfte auf den Schienentransport angewiesen ist. Bei Salzgitter und ArcelorMittal wurde die Produktion bereits wegen der anhaltenden Probleme gedrosselt. Im Werk Eisenhüttenstadt von ArcelorMittal sind die Erzvorräte aufgrund der Verzögerungen kritisch niedrig.

Auch die Chemieindustrie kämpft mit den Folgen: Rund 25 Millionen Tonnen chemischer Produkte werden jährlich per Bahn transportiert. Doch verspätete Rohstofflieferungen und begrenzte Lagerkapazitäten führen zu Produktionsstillständen. Steigende Transportkosten verschärfen die Situation zusätzlich.

Im Automobilsektor ist die Bahnkapazität geschrumpft, sodass Unternehmen auf den Straßentransport ausweichen müssen. Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des VCI, fordert unverzügliche Verbesserungen bei Planung, Koordination und Priorisierung. Er besteht darauf, Güterzügen Vorrang zu gewähren, um weitere Schäden zu verhindern.

Die Krise im Schienengüterverkehr kostet die deutsche Wirtschaft Milliarden. Die Stahl-, Chemie- und Automobilbranche leiden unter den anhaltenden Verzögerungen. Ohne schnelle Gegenmaßnahmen droht eine weitere Verschärfung der wirtschaftlichen Folgen.

Quelle