Ludwigshafener Realschule kämpft mit Schülerfilm gegen negatives Image
Oscar KabusSchüler möchten das Image der problematischen Schule verbessern - Ludwigshafener Realschule kämpft mit Schülerfilm gegen negatives Image
Ludwigshafens Karolina-Burger-Realschule plus bemüht sich um Imagewandel nach vergangenen Skandalen
Nach früheren Kontroversen unternimmt die Ludwigshafener Karolina-Burger-Realschule plus nun Schritte, um ihr öffentliches Ansehen aufzubessern. Schülerinnen und Schüler haben die Initiative ergriffen und einen Imagefilm produziert – jede Klasse hat dazu beigetragen. Der Anstoß für das Projekt kam nach einer Reihe von Vorfällen, die bundesweit für Schlagzeilen sorgten und die Polizei auf den Plan riefen.
Die Schule stand bereits mehrfach im Fokus der Kritik, etwa bei Polizeieinsätzen mit Reizgas oder einem mutmaßlichen Messerangriff. Diese Ereignisse veranlassten das Land, ein Präventionsprogramm zu starten, das die Aufsicht an Schulen verschärfen soll.
Nun arbeiten die Schüler daran, das Image ihrer Schule mit einem selbstgedrehten Film neu zu gestalten. Das Projekt läuft im Rahmen des Startchancen-Programms; lokale Organisatoren entscheiden über Länge und Aufführungspläne. Finanziert wird der Film nicht vom Ministerium – ein externer, ehrenamtlicher Trainer begleitet die Jugendlichen unentgeltlich.
Unterdessen hat die AfD-Fraktion im Landtag die Transparenz der Initiative infrage gestellt. Sie fordert eine Sondersitzung des Bildungsausschusses, um die Ausgaben für den Film zu prüfen. Die Forderung kommt im Zuge allgemeiner Bedenken, wie öffentliche Mittel für Schul-Imageprojekte eingesetzt werden.
Der Film bleibt ein von Schülerinnen und Schülern getragenes Vorhaben, unterstützt von Freiwilligen statt staatlichen Geldern. Seine Fertigstellung markiert einen Schritt der Schule, die vergangenen Vorfälle hinter sich zu lassen. Der Vorstoß der AfD nach finanzieller Klarheit könnte jedoch weitere Debatten darüber auslösen, wie solche Projekte künftig gesteuert werden.