31 March 2026, 14:43

Mainz auf Platz 15: Wie hoch ist der Cannabiskonsum in europäischen Städten wirklich?

Liniendiagramm, das den Anstieg des E-Zigarettengebrauchs in den Vereinigten Staaten mit begleitendem erklärendem Text zeigt.

Mainz auf Platz 15: Wie hoch ist der Cannabiskonsum in europäischen Städten wirklich?

Neue Studie: Mainz auf Platz 15 der europäischen Städte mit dem höchsten Cannabiskonsum

Eine aktuelle Untersuchung hat Mainz als die Stadt mit dem 15.-höchsten Cannabiskonsum in Europa eingestuft. Die Studie analysierte Abwasserproben aus 115 Städten im Jahr 2025 und zeigte, dass sich der Konsum auf dem Kontinent auf einem stabilen Niveau bewegt. Während in Mainz täglich 130,6 Milligramm THC-COOH pro 1.000 Einwohner nachgewiesen wurden, belegten andere deutsche Städte höhere Plätze in der Rangliste.

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An der Spitze steht Genf mit dem höchsten Cannabiskonsum Europas. Es folgen Amsterdam und Erfurt, während Berlin mit 172 Milligramm pro 1.000 Einwohner und Tag den vierten Platz belegt. Auch Frankfurt findet sich in den Top Ten wieder und verzeichnet etwa 150 Milligramm.

Insgesamt blieb der Cannabiskonsum in den europäischen Städten im Vergleich zu den Vorjahren konstant. Die Studie verzeichnete jedoch einen Anstieg beim Kokain- und Ketaminkonsum, während der Gebrauch von MDMA rückläufig war. Bei Amphetamin und Methamphetamin gab es kaum Veränderungen.

Für Mainz liegen keine direkten Jahresvergleiche zum Cannabiskonsum vor. Lokale Faktoren wie verstärkte Polizeimaßnahmen wurden erwähnt – darunter 21 Fälle illegalen Cannabishandels an der Kaiserstraße innerhalb von zwei Wochen – ein direkter Zusammenhang mit den Konsumtrends ließ sich daraus jedoch nicht ableiten.

Die Ergebnisse positionieren Mainz unter den führenden europäischen Städten beim Cannabiskonsum, wenn auch mit deutlichem Abstand zu Spitzenreitern wie Genf und Amsterdam. Angesichts des steigenden Kokain- und Ketaminkonsums könnten Behörden ihre Drogenüberwachungsstrategien überdenken. Die Abwasseranalysen der Studie bieten zwar einen Einblick in die Konsummuster, erklären regionale Unterschiede jedoch nicht im Detail.

Quelle