Mainzer Hundebesitzer protestieren für eingezäunte Auslaufflächen in der Stadt
Eileen SontagMainzer Hundebesitzer protestieren für eingezäunte Auslaufflächen in der Stadt
Protest von Hundebesitzern in Mainz: Stadt prüft Standorte für eingezäunte Hundeauslaufflächen
Eine Demonstration von Hundebesitzern in Mainz hat den Stadtrat veranlasst, mögliche Standorte für eingezäunte Hundeauslaufflächen zu prüfen. Die Kundgebung fand im Juli 2025 im Martin-Luther-King-Park statt, einer stark frequentierten Grünanlage, die bei Spaziergängern und ihren Tieren beliebt ist. Trotz bestehender Leinenpflicht lassen einige Halter ihre Hunde frei laufen – eine Praxis, die eine Debatte über die Nutzung des Parks entfacht hat.
Der Martin-Luther-King-Park dient als wichtige Fußgänger- und Radverbindung zwischen Hartenberg-Münchfeld und der Innenstadt. Die Anlage verfügt über Bänke, einen Tischtennistisch, ein Boule-Feld, einen Fußballplatz und einen Basketballkorb. Besonders Hundebesitzer nutzen den Park intensiv, obwohl Schilder deutlich auf die Leinenpflicht hinweisen.
Im Mai 2024 hatte der Stadtrat Pläne zur Neugestaltung der Parkumgebung beschlossen – ohne jedoch eine spezielle Hundezone vorzusehen. Die Verantwortlichen wollten die Attraktivität des Parks für die allgemeine Öffentlichkeit erhalten. Stadträtin Steinkrüger bestätigte später, dass eine Umwidmung von Grünflächen in Hundeauslaufflächen nicht in Betracht gezogen werde.
Verärgert über das fehlende Angebot organisierten Anwohner im Juli 2025 eine Protestaktion. Ihre Forderungen veranlassten den Rat, die Verwaltung mit der Prüfung möglicher Grundstücke für eingezäunte Hundeareale an anderen Standorten in der Stadt zu beauftragen.
Die Demonstration hat nun zu einer offiziellen Prüfung potenzieller Standorte für freilaufgeeignete Hundezonen geführt. Während der Martin-Luther-King-Park in seiner aktuellen Form bleiben wird, steht die Stadt vor der Herausforderung, die Bedürfnisse von Hundebesitzern mit den langfristigen Plänen für öffentliche Freiflächen in Einklang zu bringen. Eine Entscheidung über neue Einrichtungen wird nach Abschluss der Bewertung erwartet.






