Mainzer Marktfrühstück startet am Schillerplatz – trotz Proteste und Streit um Lärm
Oscar KabusMainzer Marktfrühstück startet am Schillerplatz – trotz Proteste und Streit um Lärm
Mainzer Marktfrühstück am Schillerplatz gestartet – trotz Proteste und Bedenken
Das beliebte Marktfrühstück in Mainz hat am 21. März 2023 am Schillerplatz seinen Saisonauftakt gefeiert – mit einer Woche Verspätung. Ursprünglich für den 14. März geplant, musste der Start aufgrund von Protesten gegen den neuen Standort verschoben werden. Die Veranstaltung, die jeden Samstag von 9 bis 15 Uhr stattfindet, war zuvor vom Leichhof verlegt worden, da die Besucherzahlen dort ständig stiegen. Doch auch der neue Platz sorgt bereits für Unmut bei Anwohnern und Gewerbetreibenden.
Die Stadt hatte den Schillerplatz ausgewählt, um den wachsenden Besucherandrang besser bewältigen zu können. Doch die Entscheidung stößt auf Kritik. Oberbürgermeister Nino Haase räumte zwar ein, dass es Vorbehalte gebe, rief die Mainzer jedoch dazu auf, die Gäste als Teil des städtischen Lebens zu akzeptieren. Viele Anwohner zeigen sich jedoch unzufrieden – besonders wegen frühmorgendlichen Alkoholkonsums und Lärmbelästigung, Probleme, die bereits am früheren Standort Fischtor aufgetreten waren.
Auch Gewerbetreibende äußern sich frustriert. Agnese De Covre, Inhaberin des Eiscafé De Covre, kritisierte, dass die ansässigen Händler vor dem Umzug nicht konsultiert worden seien. Trotz der Einwände betont die Stadtverwaltung, man nehme die Bedenken der Bürger ernst.
Die Veranstaltungsserie läuft vorerst bis Oktober oder November. Langfristig plant die Stadt eine Ausweitung auf drei Standorte – Tritonplatz, Rheinufer und Schillerplatz – bis zum Jahr 2026.
Aktuell bleibt das Marktfrühstück am Schillerplatz, doch seine Zukunft hängt davon ab, wie gut es gelingt, die lokalen Sorgen zu entschärfen. Weitere Standortwechsel sind vorerst nicht vorgesehen, die Expansion für 2026 bleibt jedoch im Plan. Bis auf Weiteres findet die Veranstaltung wie geplant jeden Samstag bis in den späten Herbst statt.






