Millionenskandal bei der GIZ: Betrugsvorwürfe im Jemen-Programm aufgedeckt
Reinhild HänelMillionenskandal bei der GIZ: Betrugsvorwürfe im Jemen-Programm aufgedeckt
Schwerer Finanzskandal erschüttert die staatliche Entwicklungsagentur GIZ
Bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der deutschen staatseigenen Entwicklungsagentur, ist ein großer Betrugsfall aufgedeckt worden. Verdacht auf Untreue durch Mitarbeiter im Jemen hat zu internen Ermittlungen und disziplinarischen Maßnahmen geführt. Die möglichen Verluste könnten sich auf Zehntausende Euro belaufen.
Erste Unregelmäßigkeiten in den Jemen-Programmen der GIZ wurden bei Routineprüfungen entdeckt, die Zweifel weckten. Eine interne Untersuchung bestätigte später die Vorwürfe und deckte betrügerische Machenschaften von Angestellten auf.
Die Behörde hat bereits Konsequenzen gegen die Beteiligten eingeleitet. Wie viele Mitarbeiter betroffen sind und mit welchen genauen Methoden Gelder veruntreut wurden, wurde bisher nicht bekannt gegeben.
Ersten Schätzungen zufolge könnte der finanzielle Schaden in die Zehntausende gehen. Unklar ist noch, ob die fehlenden Mittel im Jemen zweckentfremdet oder in andere Länder transferiert wurden.
Der Skandal setzt die GIZ unter Druck, die Kontrollen zu verschärfen und künftige Verstöße zu verhindern. Die Ermittlungen laufen noch; in den kommenden Wochen werden weitere Details erwartet. Der Fall zeigt, wie anfällig die Finanzaufsicht in einer der größten deutschen Entwicklungsorganisationen ist.






