16 April 2026, 16:30

Nationaler Krippentag: Wie ein uralter Brauch zum modernen Feiertag wurde

Eine Krippe in einer Kirche, geschmückt mit Weihnachtslichtern und festlichen Elementen, mit Statuen, Pflanzen, Säulen und einer Texttafel im Vordergrund und einem leicht unscharfen Hintergrund.

Nationaler Krippentag: Wie ein uralter Brauch zum modernen Feiertag wurde

Nationaler Krippentag: Ein Fest mit uralter Tradition – und überraschend jungem Ursprung

Jedes Jahr am 7. Dezember wird der Nationale Krippentag begangen. Das Fest ehrt eine Tradition, die sich über Jahrhunderte erstreckt und religiöse Wurzeln mit kulturellen Bräuchen verbindet. Doch sein Ursprung ist überraschend jung: Er geht auf einen Sammler ungewöhnlicher Feiertage zurück.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die ersten Darstellungen der Weihnachtskrippe entstanden bereits in der frühen christlichen Zeit. Doch erst im Italien des 16. Jahrhunderts begannen Familien, solche Szenen in ihren Häusern aufzustellen. Diese frühen Versionen waren schlicht gehalten und zeigten lediglich das Jesuskind, einen Ochsen und einen Esel.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Krippendarstellungen immer detailreicher. Es kamen weitere Figuren hinzu – Hirten, Engel und die Heiligen Drei Könige –, die die Geschichte umfassender erzählten. Gleichzeitig begannen in Bayern bereits im frühen 17. Jahrhundert Kirchen, eigene Krippenszenen auszustellen.

Ein entscheidender Wandel vollzog sich 1802, als Säkularisierungsgesetze kirchliche Ausstellungen verboten. Die Tradition lebte fort, indem Familien sie in ihren vier Wänden pflegten. Im späten 19. Jahrhundert brachte dann die Massenproduktion erschwingliche Krippenfiguren in breite Bevölkerungsschichten.

Heute bewahren private Sammler und engagierte Vereine aufwendig gestaltete Krippen – manche mit Hunderten handgefertigter Figuren, Landschaften oder sogar beweglichen Elementen. Der Feiertag selbst jedoch wurde erst in moderner Zeit von Sven Giese, dem Gründer des "Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt", ins Leben gerufen.

Der Nationale Krippentag lenkt den Blick auf eine Praxis, die sich von religiösen Darstellungen zu einem geliebten kulturellen Brauchtum entwickelt hat. Zwar ist der Feiertag neu, doch die Krippen selbst verbinden Generationen – von mittelalterlichen Kirchen bis in heutige Wohnzimmer. Ihre anhaltende Beliebtheit spiegelt gleichermaßen Glauben und handwerkliche Kunstfertigkeit wider.

Quelle