Neuer Kurs bei Freien Wählern Koblenz: Dennis Graf übernimmt Vorsitz vor Kommunalwahlen 2029
Tatjana ReinhardtNeuer Kurs bei Freien Wählern Koblenz: Dennis Graf übernimmt Vorsitz vor Kommunalwahlen 2029
Die Freien Wähler Koblenz haben vor den Kommunalwahlen 2029 einen neuen Vorsitzenden gewählt. Dennis Graf, ein 46-jähriger Techniker für Maschinenbau, wurde auf der jüngsten Versammlung des Verbandes zum neuen Vorsitzenden gewählt. Seine Wahl markiert einen Kurswechsel, da sich die Freien Wähler als stärkere Oppositionskraft in der Stadt positionieren wollen.
Auf der Sitzung wurden zudem wichtige Beschlüsse zur lokalen Schulplanung gefasst: Die Mitglieder lehnten den von der Stadt vorgeschlagenen Standort für ein neues Gymnasium ab.
Stephan Wefelscheid, der den Verband 17 Jahre lang geführt hatte, trat als Vorsitzender zurück und stellte sich nicht erneut zur Wahl. Sein Rückzug ebnete den Weg für Grafs Wahl, die von Wefelscheid unterstützt wurde. Dieser sicherte zu, auch künftig eng mit dem neuen Vorsitzenden zusammenzuarbeiten.
Graf, der seit 18 Jahren in Koblenz lebt, ist für sein Engagement in verschiedenen ehrenamtlichen Funktionen bekannt. Seine Prioritäten liegen darin, die Freien Wähler bis zu den Wahlen 2029 als schlagkräftigere Opposition aufzustellen. An seiner Seite wurden Marco Degen, Edgar Kühlenthal, Uwe Lawenstein, Christian Eyter und Dennis Ekermann zu Stellvertretern und Schatzmeistern gewählt, die gemeinsam das neue Führungsteam bilden.
Während der Versammlung diskutierten die Mitglieder auch über die Pläne der Stadt für das Max-von-Laue-Gymnasium. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die neue Schule auf dem Gelände der Pestalozzi-Grundschule zu errichten. Die Freien Wähler lehnten diesen Standort jedoch einstimmig ab und begründeten dies mit dessen Untauglichkeit. Stattdessen unterstützten sie Grafs Vorschlag, das Gebiet an der Steinstraße für einen interimistischen Ersatzbau zu nutzen.
Graf forderte die Bauverwaltung auf, ihre Pläne zu überarbeiten, und betonte, dass der Standort Steinstraße eine praktikablere Lösung biete. Der Beschluss der Versammlung spiegelt die grundsätzlichen Bedenken der Freien Wähler gegenüber der Schulinfrastrukturpolitik der Stadt wider.
Mit Graf an der Spitze streben die Freien Wähler an, ihren politischen Einfluss in Koblenz auszubauen. Die Ablehnung der städtischen Schulplanung deutet auf eine selbstbewusstere Haltung in lokalen Fragen hin. Als nächste Schritte stehen die Durchsetzung von Änderungen beim Gymnasiumsprojekt sowie die Vorbereitung auf die Wahlen 2029 an.






