30 April 2026, 14:38

Neuer Tarifvertrag für ÖPNV-Beschäftigte in Sachsen-Anhalt verhindert Streiks

Plakat mit zwei Personen vor einem Berg- und Baumhintergrund mit der Aufschrift "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granit Arbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Neuer Tarifvertrag für ÖPNV-Beschäftigte in Sachsen-Anhalt verhindert Streiks

Neuer Tarifvertrag für Beschäftigte im ÖPNV in Sachsen-Anhalt abgeschlossen

In Sachsen-Anhalt ist ein neuer Tarifvertrag für Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr vereinbart worden. Die am 29. April 2026 finalisierte Einigung gilt für Mitarbeiter kommunaler Verkehrsbetriebe in der gesamten Region. Zwar mussten beide Seiten Zugeständnisse machen, doch konnte so ein Streik – und damit verbundene Ausfälle im Verkehrsbetrieb – abgewendet werden.

Die Verhandlungen endeten mit einem Kompromiss, der die Spannungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern entschärfte. Die Beschäftigten erreichten höhere Zuschläge für Nacht- und Sonntagsdienste sowie verbesserte Ruhezeiten und flexiblere Schichtmodelle. Zudem verpflichteten sich die Arbeitgeber, ihren Zuschuss zu den Führerscheinkosten der Mitarbeiter zu verdoppeln.

Die Ausbildungsvergütungen werden künftig nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) ausgerichtet, was eine Anpassung an die allgemeine Lohnentwicklung sicherstellt. Zudem erhalten die Beschäftigten eine weitere Option: Sie können einen Teil ihrer Jahresprämie in bis zu drei zusätzliche Urlaubstage umwandeln. Die Gewerkschaftsforderung nach einer 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich wurde jedoch abgelehnt.

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Die Einigung kommt als Erleichterung nach drohenden Streiks, die den öffentlichen Nahverkehr lahmlegen hätten können. Zwar vermeiden die Arbeitgeber so kostspielige Arbeitsniederlegungen, doch musste die Vereinbarung für die Verkehrsunternehmen schmerzhafte Kompromisse bedeuten.

Der Tarifabschluss bringt vorerst Stabilität in den ÖPNV-Sektor Sachsen-Anhalts. Die Beschäftigten profitieren von höheren Zuschlägen, flexibleren Freistellungsmöglichkeiten und besserer Unterstützung bei den Ausbildungskosten. Doch die abgelehnte Forderung nach kürzeren Arbeitszeiten ohne Lohnkürzungen hinterlässt bei einigen Gewerkschaftsmitgliedern Unzufriedenheit.

Quelle