15 March 2026, 08:24

Neues EES-System überwacht Schengen-Einreisen mit biometrischen Daten in Echtzeit

Ein altes Passfoto mit einem Schwarz-Weiß-Bild eines Mannes und Text sowie ein Logo.

Neues EES-System überwacht Schengen-Einreisen mit biometrischen Daten in Echtzeit

Ein neues digitales System überwacht nun Reisende, die in den Schengen-Raum ein- und ausreisen. Das Einreise-/Ausreisesystem (EES) erfasst in Echtzeit biometrische Daten, um die Grenzsicherheit zu verbessern. Es ersetzt die bisherige Praxis des manuellen Passstempelns und soll die Kontrollen an Flughäfen und Landgrenzen gleichermaßen stärken.

Das EES sammelt Gesichtsbilder, Fingerabdrücke und Passdaten von Nicht-EU-Bürgern. Diese Informationen werden in einer zentralen EU-Datenbank gespeichert, um Identitätsprüfungen zu beschleunigen. Das System soll Betrug verhindern, illegale Überaufenthalte aufdecken und die Grenzabfertigung effizienter gestalten.

Flughäfen wie Nürnberg und Memmingen verzeichnen jährlich Millionen Ein- und Ausreisen in den Schengen-Raum. Allein Nürnberg verzeichnete 2025 mit rund 4,5 Millionen Passagieren einen Rekord. Das EES erfasst diese Bewegungen nun digital und ersetzt das veraltete manuelle Stempelsystem.

Das System ergänzt strengere Kontrollen an den Landgrenzen. Durch die zusätzliche Fokussierung auf den Luftverkehr können die Behörden Reisebewegungen präziser nachverfolgen. Das EES nahm Ende 2024 den Betrieb auf, weshalb für 2023 noch keine Daten vorliegen.

Das EES unterstützt das grenzenlose Reisen im Schengen-Raum, indem es die äußere Sicherheit stärkt. Es ermöglicht den Mitgliedstaaten, Identitäten zuverlässiger zu überprüfen und Überaufenthalte zu erkennen. Angesichts der Millionen Reisenden, die jährlich über wichtige Flughäfen ein- und ausreisen, soll das System sowohl Sicherheit als auch reibungslose Bewegungsfreiheit innerhalb der Zone gewährleisten.

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