09 June 2026, 12:27

Neuwieds Oberbürgermeister plant Wirtschaftswachstum durch kommunale Flächenstrategie

Industrielle Ansiedlung ist eine Top-Priorit├Ąt in Neuwied

Neuwieds Oberbürgermeister plant Wirtschaftswachstum durch kommunale Flächenstrategie

Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig stellt Pläne für wirtschaftliches und städtisches Wachstum vor

Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig hat ehrgeizige Pläne vorgestellt, um das wirtschaftliche und Wohnraumwachstum der Stadt voranzutreiben. Er will eine aktivere Rolle bei der Gestaltung der Wirtschaftsentwicklung übernehmen und sich dabei weniger auf private Investoren stützen als in der Vergangenheit. Seine Strategie umfasst die Sicherung kommunaler Flächen, um Unternehmen anzulocken und den Wohnraummangel in den nächsten zehn Jahren zu bekämpfen.

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Einig kritisiert den bisherigen Ansatz der Stadt, bei dem Gewerbegebiete weitgehend privaten Entwicklern überlassen wurden. Stattdessen will er die Ansiedlung von Betrieben als zentralen Motor für die städtische Expansion priorisieren. Durch die Kontrolle über städtische Grundstücke erhofft sich der Oberbürgermeister, gezielt neue Branchen anzuziehen und eine ausgewogene Wirtschaftsstruktur zu schaffen.

Ein weiteres Ziel sind höhere Gewerbesteuereinnahmen. Um dies zu erreichen, will Einig sicherstellen, dass Neuwied ausreichend Flächen für Unternehmen bereitstellt. Allerdings muss zunächst eine Finanzierungsvereinbarung mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) getroffen werden, bevor konkrete Fortschritte möglich sind.

Neben der Wirtschaftsförderung liegt Einigs Fokus auf dem Wohnungsbau. Die Einwohnerzahl der Stadt ist in den letzten Jahren von 65.000 auf 67.000 gestiegen – nicht allein aufgrund von Geflüchteten. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, plant er den Bau hochwertiger Wohngebäude in den nächsten zehn bis zwölf Jahren. Die ersten Baugrundstücke für Wohnprojekte sollen innerhalb der nächsten fünf Jahre verfügbar sein.

Einigs Pläne zielen auf eine langfristige Entwicklung ab, wobei die Förderung von Wirtschaft und Wohnraum oberste Priorität haben. Falls die notwendigen Finanzierungsvereinbarungen zustande kommen, könnten in den nächsten zehn Jahren neue Gewerbegebiete und Wohnviertel entstehen. Das Ziel: die Wirtschaftskraft Neuwieds zu stärken und gleichzeitig den Bedarf an Wohnraum und Arbeitskräften zu decken.

Quelle