Pflegeversicherung droht Milliarden-Defizit – Prognosen alarmierend verschärft
Tatjana ReinhardtPflegeversicherung droht Milliarden-Defizit – Prognosen alarmierend verschärft
Die gesetzliche Pflegeversicherung in Deutschland steht vor einem deutlich größeren Finanzloch als bisher angenommen. Neue Zahlen zeigen, dass sich das Defizit im kommenden Jahr drastisch verschärfen wird – die Fehlbeträge übersteigen die bisherigen Schätzungen nun deutlich.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat die Gesundheitsminister der Länder über die aktualisierten Prognosen informiert. Noch ging man von einer Lücke von rund 6 Milliarden Euro aus. Nun bestätigen Beamte, dass die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben mehr als 7,5 Milliarden Euro betragen wird.
Die Lage wird sich in den nächsten Jahren weiter zuspitzen. Bis 2028 warnt die Ministerin vor einem Defizit von über 15 Milliarden Euro. Die neuen Berechnungen verdeutlichen den rasant wachsenden Finanzdruck auf das System.
Die überarbeiteten Schätzungen offenbaren eine weit größere Finanzierungslücke in der Pflegeversicherung. Allein im nächsten Jahr wird das Minus mindestens 7,5 Milliarden Euro betragen – mit weiter steigender Tendenz. Die Behörden müssen nun dringend Lösungen für die wachsende finanzielle Belastung des Systems finden.






