RAW-Gelände in Berlin: Clubs droht die Schließung durch Eigentümer Kurth
Oscar KabusRAW-Gelände in Berlin: Clubs droht die Schließung durch Eigentümer Kurth
Mehrere Clubs und Kulturstätten auf dem Berliner RAW-Gelände stehen nun vor der Schließung, nachdem der Grundstückseigentümer Kurth ihre Betriebserlaubnisse widerrufen hat. Der Schritt hat für Spannungen gesorgt – für diesen Samstag ist eine Demonstration geplant, um bis Monatsende eine Lösung zu erzwingen.
Das RAW-Gelände, seit 2015 im Besitz des familiengeführten Unternehmens Kurth, ist zum Zankapfel um Umbaupläne geworden. Locations wie Crack Bellmer, Bar zum Schmutzigen Hobby, Lokschuppen und Cassiopeia genießen derzeit Sonderregelungen – doch diese könnten entfallen, sollten die Verhandlungen scheitern. Kurth verweigert die Verlängerung kurzfristiger Mietverträge und pocht auf den Bau von Wohnungen, obwohl ein bestehendes Bauverbot dies eigentlich verhindert.
Ein Entwurf für eine Einigung sieht einen Kompromiss vor: Kurth könnte das Gelände umgestalten, müsste aber für mindestens 30 Jahre geförderte Bedingungen für Clubs und Kulturstätten garantieren. Doch es gibt weiterhin Streit darüber, wie schnell aus diesem Entwurf ein verbindlicher Plan werden soll. Kurth kritisiert die Verzögerungen und hat als inoffizielle Frist das Monatsende gesetzt, um Fragen wie Brandschutz, Lärmschutz und Zuständigkeiten zu klären.
Die Clubbetreiber, die sich dem Druck nicht beugen wollen, werden ihre Sorgen bei der Rave-Demonstration am Samstag lautstark äußern. Die Proteste erhalten Unterstützung von SPD, Grünen und Linken – ein Zeichen für die Dringlichkeit der Lage. Ohne eine rasche Einigung schwebt das Überleben der RAW-Kulturstätten in der Schwebe. Die inoffizielle Frist rückt näher, und sollten die Gespräche scheitern, könnten die Sonderregelungen, die diese Orte am Leben halten, wegfallen. Die Entscheidung wird zeigen, ob die Clubs bleiben – oder neuen Bauten weichen müssen.






