08 May 2026, 00:33

Rekordzahl ausländischer Studierender in Deutschland – doch Qualität leidet unter unseriösen Anbietern

Logo der Universität Leipzig mit einem lila und gelben Wappen mit einem regal aussehenden Drachen auf einem weißen Hintergrund.

Rekordzahl ausländischer Studierender in Deutschland – doch Qualität leidet unter unseriösen Anbietern

Deutschland verzeichnet Rekordzahl internationaler Studierender

Im aktuellen akademischen Jahr hat Deutschland mit über 402.000 eingeschriebenen internationalen Studierenden im Wintersemester 2024/25 einen neuen Höchststand erreicht. Fast 60.000 von ihnen stammen aus Indien – damit bilden sie die größte Gruppe unter den ausländischen Studierenden. Doch zugleich wachsen die Bedenken hinsichtlich der Qualität der Ausbildung, die manche von ihnen an privaten Hochschulen erhalten.

Joybrato Mukherjee, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), hat scharfe Kritik an bestimmten privaten Hochschulen in Berlin geübt. Er prangerte deren „höchst fragwürdige“ Studiengänge an, die oftmals die Erwartungen der Studierenden nicht erfüllen. Viele stellen erst nach ihrer Ankunft fest, dass ihre Kurse weder angemessene Standards erfüllen noch anerkannt werden.

Mukherjee stellte zudem infrage, warum solche Einrichtungen weiterhin staatlich anerkannt bleiben und wie ihre Programme überhaupt akkreditiert werden konnten. Seine Sorgen erstrecken sich auch auf Vermittlungsagenturen in Indien, die in einer rechtlichen Grauzone operieren. Diese Agenturen täuschen Studierende häufig, indem sie sie an deutsche Hochschulen lotsen, ohne dass eine ausreichende Kontrolle stattfindet.

Besonders betroffen von diesen Problemen sind indische Studierende. Mukherjee warnte deutsche Hochschulen davor, mit solchen Agenturen zusammenzuarbeiten, und forderte strengere Kontrollen, um Ausbeutung zu verhindern. Er plädierte für schärfere Regulierungen, um Studierende sowohl in Deutschland als auch im Ausland vor unseriösen Anbietern zu schützen.

Der starke Anstieg internationaler Studierender zeigt zwar die Attraktivität des deutschen Bildungssystems, offenbart aber auch die Risiken mangelnder Regulierung. Da indische Studierende die größte Gruppe stellen, geraten die Behörden unter Druck, die Lücken in der Aufsicht zu schließen. Mukherjees Warnungen deuten darauf hin, dass Reformen notwendig sind, um Qualität und Chancengerechtigkeit in der Hochschulbildung zu gewährleisten.

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